Warum Brustgeschirr und kein Halsband?

Gefunden und Freigabe erteilt: Die-Mensch-mit-Hund-Schule "Warum Brustgeschirr?"

In meiner Hundeschule tragen die Hunde grundsätzlich nur Brustgeschirre und niemals Halsbänder, und das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist es die Schonung des Kehlkopfes. Ein Halsband, auch wenn es breit und weich ist, drückt bei straffer Leine oder plötzlichen Leinenrucken, auch wenn sie unbeabsichtigt sind, immer stark auf den Kehlkopf. Viele Hunde werden bei Tierärzten auf "chronischen Husten" behandelt und niemand erkennt, dass es sich leider um eine Kehlkopfentzündung auf Grund zu häufiger Reizung durch Druck über das Halsband handelt. Oder kämen Sie auf die Idee, sich im Auto am Hals anzuschnallen? Da benutzen wir ja auch den Brust- und Beckengurt und das aus gutem Grund. Außerdem schädigen Druck bzw. Rucke aufs Halsband auch die Nackenwirbel und damit die ganze Wirbelsäule sowie die Schilddrüse, was nur wenigen bekannt ist.
Die vielfältigen Schädigungen des Skeletts können Sie im Buch "Rückenprobleme beim Hund" von Anders Hallgren, Animal Learn Verlag, nachlesen.

Starker Zug durch das Halsband oder Rucke können im Hals liegende Nerven schädigen und das sog. "Horner-Syndrom" auslösen. Dann passieren folgende Dinge:
• Pupillenverengung (Miosis)
• Herabhängen des Oberlides (Ptosis)
• Zurücksinken des Auges in die Augenhöhle (Enophthalmus)

Meistens ist das Horner-Syndrom mit Medikamenten heilbar, es kann aber auch irreparabel sein. Diese Informationen habe ich von meinem Augen-Fachtierarzt Dr. Fritsche in München. Auch im Internet wird das Horner-Syndrom bei Hunden immer im Zusammenhang mit Leinenrucken als mögliche Ursache genannt.
Bitte lesen Sie die Fortsetzung und informieren sich unter:
http://www.mensch-mit-hund.de/20119/home.html

 

Mit freundlicher Genehmigung der Nothilfe für Polarhunde e.V.

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