Sonnenbrand bei Hunden
Ja, auch Hunde (und Katzen) können Sonnenbrand bekommen! Betroffen sind natürlich vor allem Tiere, die wenig oder kein Pigment bilden können (Albinos), Tiere mit weißem oder mit wenig Fell. Die Gefahren der Sonneneinstrahlung werden gerade im Frühling unterschätzt. Mittlerweile weiß jeder, dass UV-Strahlen krebserregend sind. Doch viele wissen nicht, dass dies auch für Vierbeiner zutrifft. Bei Hunden, deren Fell guten Schutz vor Sonneneinstrahlung bietet, sind nur die etwas weniger behaarten Stellen, also die Nase und Ohrenspitzen, gefährdet oder der Bauch bei Vierbeinern, die gerne auf dem Rücken liegen.
Die beste Vorbeugung ist, extreme Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Beim üblichen Spaziergang ist Sonnenschutz für den Hund nicht nötig. Nur in Extremsituationen, wie zum Beispiel an einem Tag am Strand, muss der Vierbeiner genau wie seine Menschen einen ordentlichen UV-Schutz erhalten. Zum Schutz der Hundehaut eignen sich eine zinkhaltige Abdecksalbe oder menschliche Sonnencremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor (20-50).
Der Wasserbedarf beim Hund
Mensch wird empfohlen, viel zu trinken. 1 bis 2 Liter pro Tag dürfen es schon sein. Aber welche Menge gilt für Hund? Wie viel ist normal – was kann ein Anzeichen für eine Erkrankung sein? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Allgemein gilt als maximale Trinkwassermenge 100 ml pro Kilogramm Körpergewicht. D. h. ein Hund von 30 kg sollte nicht mehr als 3 Liter täglich trinken. Der tägliche Trinkwasserbedarf ist aber stark abhängig von der Umgebungstemperatur, Art und Umfang der Bewegung und dem Wassergehalt der Nahrung (Dosenfutter enthält mehr Wasser als Trockenfutter).
Vermehrte Wasseraufnahme ist ein Symptom, das durch viele verschiedene Erkrankungen hervorgerufen wird. Die wichtigsten Gründe, die zu vermehrter Wasseraufnahme führen, sind Nierenerkrankungen, Harnblasen- und Nierenentzündungen, Diabetes und Gebärmutterentzündungen (Pyometra). Dies ist nur kleine Auswahl der möglichen Ursachen, denn ganz verschiedene Erkrankungen können zum gleichen Symptom führen. Für eine Diagnose führt der Tierarzt neben der klinischen Untersuchung meistens auch Blut-, Harn-, Röntgen- und eventuell Ultraschalluntersuchungen durch.
Oft sind es die Folgen der vermehrten Wasseraufnahme, die dem Hundebesitzer auffallen, z. B. dass ein Hund plötzlich nicht mehr stubenrein ist oder häufiger vor die Tür will – unter Umständen auch nachts. Diese Folgen werden oft aber erst bemerkt, wenn die Wasseraufnahme bereits sehr gestiegen ist. Besser ist, Sie messen regelmäßig, wie viel Ihr Hund trinkt. So haben Sie auch individuelle Vergleichswerte, da es, wie oben geschildert, keine verlässlichen Normwerte gibt, und viele Krankheiten können frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden.
 

 

Mit freundlicher Genehmigung der Nothilfe für Polarhunde e. V.

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