Ein sowohl beim Menschen wie auch beim Hund auftretender Gendefekt führt zur so genannten Glasknochenkrankheit. Dahinter steht eine Fehlbildung des Eiweißes Kollagen, das für die Stabilität und Elastizität von Knochen enorm wichtig ist, da die Knochen sonst brüchig werden. Beim Menschen wird diese Erkrankung in den meisten Fällen durch die Mutation zweier bereits bekannter Gene verursacht, bei den von Forschern untersuchten Hunden mit dieser Erkrankung sind diese beiden Gene allerdings intakt. Daraufhin verglichen die Wissenschaftler das Erbgut von fünf betroffenen Hunden, alle der Rasse Dackel zugehörig, mit dem gesunder Artgenossen und konnten schließlich eine Mutation beim bereits bekannten und für die Ausbildung der Struktur des Kollagen nötigen SERPINH1-Gen finden. Im Erbgut der Hunde liegt sowohl von mütterlicher wie auch väterlicher Seite eine Kopie dieses Gens vor, die Nachkommen erkranken nur, wenn beide Kopien diesen Defekt aufweisen. Nicht erkrankte Hunde können ihrerseits die defekte Kopie weitervererben, so dass die Erkrankung bei ihren Nachkommen auftreten kann, wenn von Seiten des Verpaarungspartners ebenfalls eine defekte Kopie vererbt wird. Mit diesem Wissen ließe sich nun mittels Gentest herausfinden, welcher zur Zucht vorgesehene Hund diese Erkrankung vererben kann und die Weiterverbreitung könnte damit gestoppt werden.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Nothilfe für Polarhunde e. V.

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