Mann, oh Mann waren das heiße Tage. Leute ehrlich ich verstehe  gar nicht warum sich immer alle Welt, außer mein Frauchen, so auf den Sommer freut. Mein Frauchen und ich lieben ja den Herbst.  Ich meine es ist heiß und die Sonne bringt alle zum schwitzen. 

Ich war ja in dieser Hitze nicht zu bewegen. Ich mein Leute ! Ihr glaubt doch nicht das ich mich freue in der prallen Mittagssonne einen langen Spaziergang zu machen und mir meine Pfoten auf dem Asphalt heiß laufe. ?

Also nee, ehrlich nicht. ICH bleib da lieber in meinem kühlen Keller. Oder hin und wieder auch mal auf meiner Terrasse in der prallen Sonne ein Sonnenbad nehmen. Das geht dann schon noch. Oder eben ein Wellnessbad auf meinem Hundeplatz. Grins .

 ABER  LAUFEN !

Meine Pipirunden wurden in dieser Zeit auf früh morgens und spät abends gelegt.

Aber so viel erst mal zum vergangenen Wetter.

Komisch wurde das ganze erst mal wieder als Herrchen die komischen schwarzen Kisten wieder vom Speicher holte.

In diese Kisten versteckt Frauchen immer die Kleider und dann kommt bald auch der Tag an dem alles ins Auto geladen wird. Mein Menschenrudel, dieses mal ohne die Tochter, denn diese ging mit einer Gruppe separat zu dieser zeit in die Toscana.  Ich ging natürlich mit Frauchen und Herrchen mit und dem Sohnemann.

 Ich steige früh morgens bei mir zu hause ins Auto und wenn dann wieder meine Hundebox geöffnet wird kenn ich mich gar nicht mehr in der Gegend aus.

Dieses Jahr ging es wieder in die Toscana.

 

Das hab ich auf den Reiseführern , welche Frauchen einpackte, gelesen.

Unsere erste Pause machten wir dann in Italien. Ich war so richtig verdattert als meine Boxentür geöffnet wurde. Um mich herum waren Autos und Leute und weiter hinten standen auf LKW`s. Ein schnelles Pipi und etwas die Pfoten strecken und schnell wieder in meine Hundebox. Denn ganz geheuer war es mir hier nicht. Selbst zum trinken hatte ich nicht wirklich Zeit und Ruhe.

 

Es war hier alles so anders.

 

Nach etlichen Stunden und noch so einigen Pipipausen kamen wir unserem dies jährigen Ferienziel immer näher. Im Auto war schon große Aufregung als ich unsanft geweckt wurde. Mensch Leute ! was haben die denn hier für Straßen ? Unter meinem Plüschhintern kribbelte und hoppelte es wie wenn ich auf Ameisen sitzen würde. Sie sich herausstellte  sollte dies der Auffahrtsweg zu unserer  Ferienwohnung sein.

Oben auf dem Berg angekommen wurden wir erst mal mit freundlichen nordischen Worten begrüßt. Ist doch typisch für die Toscana oder nicht ? Grins

Das unser Vermieter deutsch konnte war uns ja aus einigen Telefonaten schon bekannt. Aber das seine Mutter eine wasch echte Hamburgerin ist durften wir jetzt erfahren.

Danach die nette Hamburgerin mich auch in Augenschein nahm , anfassen wollte  ich nicht, ging es auf zu meinem Schlafplatz für die nächsten zwei Wochen.

Geheuer war es mir  Anfangs nicht durch die Zimmer zu laufen. Aber als alles erklärt wurde und meine Zweibeiner das Gepäck aus dem Auto holten hatte  ich einige Minuten um mich ganz  alleine um zu sehen.

Es roch nicht wie zuhause und meine Decke konnte ich auch noch nirgends finden.

Schnell waren alle unsere Sachen in der Fewo und meine Zweibeiner verteilten alles aus den Koffern in Schränke. Kaum war dies geschafft war erst mal Kaffee und Aussicht genießen für uns alle Angesagt.

Naja erst fand ich nicht wirklich Ruhe. Doch dann fand ich den perfekten Platz für mich.

Auf der Terrasse ließen dann meine Menschen nach einem gemütlichen Abendessen  den Tag bei einem Glas Wein  ausklingen.

" Ich bin echt geschafft !"

Am nächsten Morgen war erst mal eine  Pipirunde angesagt und auskundschaften wo wir denn diese  lang laufen konnten. Leider stellte sich heraus das es von der Fewo aus nur einen Weg gab den wir laufen konnten. Nämlich den, den wir auch schon bei unserer Anreise raufgefahren sind.

Umringt von einem traumhaften Pinienwald und etlichen Olivenbäumen, gab es nur diesen einen Weg. Vom Wald waren wir durch Gräben und einem großen Eisentor getrennt. Noch dazu sollte man in Italien wegen der Schlangen und anderem Getier nicht in hohen Graswegen spazieren gehen. Der Waldweg war natürlich sehr hoch gewachsen und nicht wie bei uns fein herunter gemäht.

Die Olivenbäume waren zwar frei von hohem Gras und Gestrüpp. Aber sehr weit kam man hier leider auch nicht und dann stand man wieder vor einer Wand aus Büschen. Jedoch sollte mir der Weg für die nächsten Tage auch reichen, denn das heiße Sommerwetter war leider auch hier an zu treffen und so zog ich es lieber vor  tagsüber in den kühlen 4 Wänden zu bleiben.  Morges und Abend liefen wir immer bis zum Schluss des Weges. Was nicht weit war.  Jedoch manchmal mehr Zeit in Anspruch nahm als meine Runden zu hause. Denn hier gab  es so vieles zu beschnuppern.

Eidechsen, Käfer und Grillen. Wildschweine traf ich zum Glück nie bei meinen Ausflügen durch die Natur. Aber sehr gut duftende Steine.

Ob die wohl nach Wildschwein rochen ?

 

Egal ich nahm mir immer eine Nase voll.  

Das einzige von dem ich die Nase wirklich voll hatte, waren die ollen Kletten!

Nach jedem Gang nach draußen musste Frauchen mich bürsten, denn die Dinger verfingen sich überall in meinem Fell.

"Frauchen HILFEEEEEE ! Die kleben schon wieder an mir."

Der erste Tag brachte mich mit meinen Zweibeinern erst mal an den Strand. Nach einer entspannten Runde durch den Pinienwald stand ich dann erst mal mitten im Getümmel.  Denn da wo der Strand endete fing das Wasser an mit seinen Liegewiesen und Badelustigen. Für die um ihre beiden Pudel bangende Besitzerin hatte ich kein Auge, denn ich musste schauen, dass ich durch all die „ Oh bella Cane ! „  quickenden Menschen komme ohne dass mich einer angrabschte. War wirklich keine leichte Aufgabe. Aber ich fühlte mich überhaupt nicht wohl. Auch nicht als meine beiden Männer mal näher ans Wasser wollten und meinten vielleicht entspanne ich mich wenn ich Wasser sehr.

 

 

Leute ! Sieht dass entspannt aus ?

 

 

Danach meine Menschen wussten wo sie in den nächsten Tagen ans Wasser gehen würden ging es auf zu unserem Nachbarsort Massa Marittima und dessen traumhaften Dom.

Auf den Stufen des Domes saßen meine Zweibeiner  auch schon mit Enya meiner Hundevorgängerin.

Und so konnte ich heute in ihren Spuren laufen, denn wie auch sie wurde auch ich zu einer Besichtigung durch Massa von meinen Menschen geführt.

Spaßig war dass aber nicht !

 

Es war Sonntag und irgendwie waren alle Italiener auf den Beinen und in Massa. Wie auch schon am Wasser viel ich mal wieder des öffteren auf. Menschen blieben stehen und bewunderten mich und natürlich waren auch solche unterwegs die mich gerne angefasst hätten. Doch Herrchen wusste mich gut zu schützen und so kam ich ohne Krauler und Grabscher gut durch die Stadt. Unsicher und mit schnellen Schritten ignorierte ich alle fremden Hunde auf meinem Weg.

Erst als wir mit einem Eis, natürlich nur für die Menschen, auf den Stufen des Domes saßen konnte ich mich entspannen. Als mir Herrchen dann  seine Eiswaffel anbot ging es mir schon fast wieder gut.

Noch besser ging es mir natürlich Abends vor der Fewo wo ich alle Ruhe der Welt hatte und vor allem alles im Auge.

 

Leute ist das heiß hier !

Die nächsten zwei Wochen waren für alle Entspannung pur. Frauchen und ich verbrachten die Mittage oft in der Fewo und auf der Terrasse und der Sohnemann und mein Herrchen am Meer. Abends gingen meine Zweibeiner dann auf Tour und besichtigten:

 Campiglia Marittima

 

Castelione della Pescaia

Die Grabkammern von Hildebrand

Pitigliano welches auf Tufsteine erbaut ist und zu den drei schönsten Orten in der Toscana zählt.

 

Sovana welche die zweite der dritt schönsten Orte in der Toscana gehört

 

 

Torre del Cadeliere heißt der Aussichtsturm in Massa Marittima.

und Lucca.

Lucca musste trotz der langen Fahrt angeschaut werden denn der Sohnemann heißt mit zweitem Namen Lucca und da dieser noch nie die Stadt Lucca gesehen hatte war dies sein Wunsch.

 

Pisa durfte dann natürlich nicht fehlen

und Leute ich kann euch von ganzem Herzen sagen „ ICH WAR FROH hier nicht durch die Menschenmenge zu müssen.“

Meine Menschen waren dann noch auf hohen Türmen, in einem Steinbergwerk und in einer Aquarien Ausstellung.

Nach den Muränen hat sich Herrchen echt überlegt ob er in Italien noch mal ins Meer hehen sollte. ;-)

Und da die Tochter mit ihrer Feriengruppe nicht unweit von uns entfernt war wurde ein Tag genutzt um sie zu besuchen. Man Leute hat die sich gefreut und erst die anderen Teenies. Kaum war mein Kofferraumdeckel auf kamen schon die ersten „ Oh ist die süß !“ Naja ganz unbekannt waren mir die Mädels und Jungs zum Teil nicht, denn einige stammen aus unserem Ort.  

Danach uns die Tochter ihre Unterkunft und die gesamte Anlage gezeigt hatte ging es wieder ab ins Auto. Diesmal aber mit der Tochter, denn diese sollte bis zum Abend bei uns bleiben.

Nun ging es aber nicht gleich zu unserer Unterkunft sondern wir fuhren Richtung Abazi S. Galgano. Zu der Kirche ohne Dach.

Das ich mit Frauchen auf den tollen Wiesen vor den Kirchenmauern warten muss war schon vor unserer Ankunft klar. Denn Hunde dürfen in Italien, wie auch  anders wo, nicht mit in Kirchen. Noch nicht mal  in halbe Kirchen. So genossen wir zwei Mädels die Aussicht im Freien. Von der Kirche aus führte ein schmaler  steiler Weg  oben zu einer kleinen Kapelle. Den Jungen der mich schon vom Weitem im Auge hatte und bewunderte  konnte ich nicht entrinnen, denn der war so geschickt dass er sich an mich rann schlich und am vorbei gehen streichelte. Man strahlte der.

Grins

Bald machten wir uns dann wieder auf den Heimweg von dort dann die Dreierbande von Herrchen, Sohn und Tochter ans Meer gingen und sich etwas in der Sonne braten ließen.

Frauchen und ich bewachten die Fewo und kümmerten uns ums Abendessen mit tollem Sonnenuntergang.

 Der Tag war viel zu schnell vorbei und so mussten wir gegen späten Abend die Tochter wieder zur Gruppe fahren.

Witzig war, dass außer und in den drei anderen Ferienwohnungen noch zwei Lörracher und auch Freiburger wohnten. Alles nicht wirklich weit von meinem richtigen zu hause. In die dritte  Wohnung zogen Leute aus dem Norden ein, welche gleich erkannten dass ich ein Akita bin. Denn im Bekanntenkreis sind wohl zwei der nordischen Dickköpfe vorhanden.

ICH hab jetzt aber nicht die Menschen gemeint sondern die Vierbeiner.

Ob ich und Frauchen die Akitas vielleicht aus unserer Liste kenne konnten wir leider nicht mehr erfragen.

Aber klein ist doch die Welt.

Nach noch so einigen langen und gemütlichen Abenden mit unseren Wohnungsnachbarn

kam leider dann auch irgendwann wieder für uns die Zeit zum Kofferpacken.

„Könnt ihr vielleicht mal aufhören schon wieder alles in die Koffer zu packen ? Ich mein jetzt hab ich mich kaum hier eingelebt geht schon wieder die Aufregung vom Packen los.

Leute echt ich fühl mich da  nicht so wohl. Wenn alle um mich rum wusseln. Ihre Sachen einpacken nur meine Decke nicht zum Auto bewegt wird.

Ich hatte aber alles, alles  im Auge damit ich ja nicht vergessen werde.

Nach elf Stunden Heimfahrt und einem zickenden Auto das nicht mehr fahren wollte,  sind wir endlich glücklich und unversehrt wieder vor meiner Haustüre in Deutschland angekommen.

Die Freude war groß als ich wieder MEINE 4 Wände beschnuppern konnte.

 

 

Bin mal gespannt wo es nächstes Jahr zum Urlaub wieder hin geht, denn Leute glaubt mir DIE Koffer wurden nicht zum letzten mal gepackt.

 

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