Also MEIN Frauchen  ist ja echt so eine !

Ts sss…..

Vor nicht all zu langer Zeit hat mein Frauchen wie auch andere Zweibeiner meiner Hundegruppe den dringenden Wunsch geäußert sich Ziele mit uns Vierbeinern im Training zu setzen.

Denn nur zu trainieren ohne Ziel vor Augen fanden sie doof.

 

Ein Teil der Zweibeiner hatte für ihre vierbeinigen Kameraden eventuell an  eine BH (Begleithundeprüfung) gedacht. Für die wir aber noch lange nicht so weit waren.

Schon gar nicht ich !

 Da mir aber das Training nicht schaden würde dachte mein Frauchen doch im vollen Ernst, dass ich nur mit trainiere aber die Prüfung vor nächstem Jahr nicht ablege.

Mein Frauchen hatte schwere Bedenken wegen meinem Freiheitsdrang. Denn bin  ich erst mal ohne Leine höre ich kein Stück. Nix, nicht die Bohne.

 

Tja so war es gedacht von den Zweibeinern die sich ein Ziel setzen wollten.

Nun war natürlich auch unser Trainer Tom und Conny angestupst worden durch diese Idee und da mein Tom im Vorstand des IBH (Internationaler Berufsverband der Hundetrainer) ist und diese gerade dran sind den Hundeführerschein, welcher seit Januar  in  NRW Pflicht ist, auch bei uns  vor zu schreiben, kam ihm der Aufruhr in seiner Hundegruppe wegen Zielsetzung nicht ungelegen.

 

Mein Frauchen hat nur IHRE Rechnung nicht mit Tom gemacht, denn dieser überhörte einfach „ Ampei macht aber erst frühstens in einem Jahr die Prüfung. DIE ist noch lange nicht so weit.“

Tja mit gehangen mit gefangen. Wer ne große Klappe hat kann auch Prüfung machen. (Dachte sich bestimmt mein Trainer) Und so waren auch wir voll mit in der Prüfungsgruppe .

Und es kam wie es kommen musste, irgendwann kam der Tag an dem es hieß  PRÜFUNG !!!!!!!

Samstagmorgen um  8 Uhr sollte Frauchen und ich die ersten sein die den Hundeführerschein in Toms Huundeschule in Angriff nahmen.

Aufgeregt, ne aufgeregt war ICH nicht. Zum einen weil mein Frauchen aufgeregt genug für die ganze Gruppe war und zum anderen weil ich ja nicht wusste was den los war.

So wunderte ich mich nur, warum wir nach dem Freitagstraining am Samsatgmorgen schon wieder bei Tom auf dem Platzz standen.  Kein Achiko !? Keine Coco !? Nur ich, ein aufgeregtes Frauchen, ein angespannter Tom und eine doch gelassene Conny. Sowie eine Kamerafrau und eine Prüferin. Die ich vor langer, langer Zeit schon mal gesehen hatte.

 

Angefangen hat erst mal alles ganz locker bei der Prüfung aller benötigten Papiere. Danach war alles nicht mehr ganz so locker für mein Frauchen.

Danach mein kontrolliertes aussteigen aus dem Auto geprüft wurde ging es gleich richtig zur Sache.

Denn es begann doch glatt mit dem abrufen im Frailauf. Klar wurde ich nur in einem eingezäunten Bereich von der Leine gelassen. Welches aber nur den Unterscheid machte dass ich nicht gleich wieder in meine Hundebox lief sondern an der Ausgangstüre gebremst wurde.

Beim zweiten  Versuch „ Ampei ohne Leine“ wurde ich an der 10 Meterleine weiter auf den Platz geführt.

Ich sollte aufmerksam und freudig hinter meinem Frauchen her laufen. Hinter her gelaufen bin ich. Aber  weder schwanzwedelnt noch aufmerksam auf mein Frauchen. Es roch da aber auch sooo gut.

 An der 10 Meterleine wurde dann auch noch ein "Sitz"  abverlangt und später  ein "Platz"

 mit "Bleib" . 30 Schritte musste Frauchen von mir weg gehen und Leute !!!! Ich blieb brav liegen und rührte mich keinen Meter.  Freude wedelnd blieb ich auch liegen als Frauchen mich wieder an meinem Ausgangspunkt abholte.  

Nach den Übungen wurde dann der zweite Versuch gestartet mich ohne Leine ab zu rufen. Ich  hatte  zwar einen weiteren Weg bis zur Ausgangstüre. Aber geändert hat es an  meiner Einstellung nach hause zu gehen nichts.

Denn kaum weg von der Leine rannte ich wieder zum Tor. Irgendwie hatte ich heute überhaupt keine Lust und wollte nur wieder in meine Hundebox. Ob es an Frauchens Aufregung oder daran lag dass ich der einzige Vierbeiner auf dem Platz war ? Ich kann es heute nicht mehr sagen. Doch da das Abrufen ohne Leine nicht klappte wurde es mit 10 Meterleine geprüft und dies außerhalb des Eingezäunten.

Erst mussten Frauchen und ich ein Stück an Feldern spazierengehen. Wobei schon mal ein Auge auf meine Leinenführigkeit geworfen  wurde und ob ich auch wirklich mit Fauchen mit laufe.

Natürlich bin ich auch zum schnuppern hier und da stehen geblieben. Aber ich bin auch immer wieder auf Frauchens Aufforderung mit gelaufen.  Die Prüferin immer in einem Abstand hinter und her mit im Schlepptau vom angespannten Tom und der Kamerafrau.

(Meine beiden Trainer voller Spannung ob auch alles gut läuft.)

Meine Trainerin Conny blieb auf Abstand zu dem Ganzen. Aber ihr entgieng nichts.

So entging ihr natürlich auch nicht als die Prüferin meinte Frauchen solle die Leine auf den Bodenfallen lassen. „ Äh ! Dann ist Ampei weg !“  „ Nix da ! Leine auf den Boden und weiter laufen. Tom fängt sie schon auf falls Ampei ausbüxt.“

Connny erzählte hinter her das beim Satz „Leine auf den Boden und weiter laufen. „ mein Frauchen schlagartig kreidebleich wurde.

 Aber was der Prüfer sagt wird gemacht.  Zack zack.

So hatte mein Frauchen keine andere Wahl als der Aufforderung der Prüferin nach zu kommen.

Kaum war ich aber los gelassen rannte ich nicht gleich heide witzka ab durch die Prärie. Nöööööööö.

ICH blieb einfach stehen. Was Frauchen aber noch unsicherer machte, denn nu stand ich weit zwischen den Zweibeinern und wenn ich Gas gegeben hätte……..

 

Mein Frauchen rief mich zu sich und Tom sollte einen Versuch starten mich zu sich zu locken.

. Meine Aufgabe lag da rin mich vom meinem Frauchen vor Ankommen bei Tom zurück rufen zu lassen.

Beim ersten mal war es nicht ganz 100% den ich war bei Tom und lief erst dann wieder zun meinem Frauchen. Beim zweiten mal stand Frauchen vor lauter Aufregung auf meiner 10 Meterleine und ich wurde kurz vor Tom gestoppt. Erst blieb ich stehen und entschied mich dann doch zu meinem Frauchen zu laufen. Beim dritten Versuch machte ich meinem Frauchen eine riesen Freude und lief gleich nach ihrem Komando, weit vor Tom, wieder zu meinem Frauchen zurück. Da waren alle super stolz auf mich. Den jeder der weiß  wie sehr ich meinen Tom liebe, der weiß  auch wie schwer es für mich ist NICH zu ihm zu gehen.

Da ich und vor allem mein Frauchen diese Übung nun auch überstanden hatten ging es zum Teil der innerstättischen Alltagssituationen über.

Bevor ich aber ins Getümmel durfte wurde erst noch geprüft ob ich ohne Probleme mir meine Ohren, Pfoten

meine Zähne

und mein Chip wurde abgelesen von der Prüferin.

Frauchen meinte nur "Ach, dann hab ich zum Glück den richtigen Hund mit genommen."

 

an schauen lasse. Welches ich natürlich ohne Probleme zu ließ.

Nicht nur weil Frauchen  immer wieder kontrolliert ob die Zahnputzknochen auch richtige Arbeit leisten, ich nix an Gefiche on meinen großen Ohren versteckelt habe und meine Pfoten werden ja eh nach fast jedem gassi gehen abgewischt.  Zudem macht mein Tierarzt diese Kontrollen auch immer bei jedem Besuch. Also ist dies doch nix aufregendes mehr für mich.

Nach der ordentlichen Rundumkontrolle von Frauchen und der Pfüferin wurde dann noch mein einsteigen ins Auto auf Befehl  gepfüft und danach ging es endlich zu aufregenderen Dingen über.

 

Auf dem Parkplatz angekommen kam uns gleich nach dem Aussteigen, natürlich nur auf Befehl von Frauchen, ein junger Mann entgegen welcher Frauchen und mich freudig ansprach.  Ich blieb schön bei Frauchen sitzen und ignorierte den Fremden. Nach dieser Bekanntschaft liefen wir an eine große und sehr laut befahrene Straße. Natürlich hatte ich das Glück als ich an der Straße saß dass genau in dem Moment ein Laster an uns vorbei saußte. Zum Glück sitz ich auch immer noch mit Sicherheitsabstand am Straßenrand und nicht direkt vorne an der Kante. So war mir der große Brummi zwar nicht geheuer. Aber ich blieb schön neben meinem Frauchen sitzen bis diese den Befehl gab über die Straße zu laufen. Drüben an gekommen ging es dann auch gleich wieder auf die gleiche Art zur Prüferin zurück.

Gut gemeistert.

Nun war unsere Aufgabe an der gut befahrenen Straße ein ganzes Stück zu laufen. Die Autos machten mir nichts aus. Aber am Ende der Straße vor dem großen Kreisverkehr waren gerade Leute da bei einen Verkaufsstand auf zu bauen. Ein großer Sonnenschirm wurde aufgestellt und viele Kisten mit Geklappere von einem Transporter zum Stand getragen.

Und natürlich hatte sich nun der Prüfer genau diesen Platz für mich auserwählt um die nächsten Übungen zu machen.

In einem Abstand von gut 3 Metern musste ich mich neben dem Schirm hin legen und dort auch liegen bleiben. Mein Frauchen ging in der Zeit sich die Auslage des Standes anschauen und mit der Verkäuferin zu reden.  Ich kann euch sagen, wohl war mir natürlich nicht bei dem geklappere von den Kisten. ABER ich blieg liegen. Nach einigen Minuten kam dann mein Frauchen wieder und erlöste mich. Die nette Dame aus dem Verkaufsstand kam dann auch noch und wollte mich begrüßen und anfassen. Frauchens Aufgabe war es aber mich vor grabbschenden Händen zu bewahren. Welches sie auch sehr gut meisterte.

Danach ging es weiter als an der Straße entlang. Auf einem schmalen Stück kam uns dann ein Fahrradfahrer entgegen und Frauchen nahm mich wie immer an die Ausensteite damit der Fahrradfahrer auch ohne Probleme an uns durch konnte.

Unter einem großen Nussbaum kamen plötzlich drei laut quatschende Walkerinnen hinter uns vor geschossen. Welche dann auch noch meinen Weg kreuzten. Da ich aber nicht weit von Frauchen lief war dies ja auch alles kein Hindernis. Nach den quatschenden Walkerinnen kam uns dann auch noch ein großer Mann mit Sonnenbrille, Hut und einem schwingenden Spazierstock entgegen dieser redete im vorbei gehen mit Frauchen einige Worte und war dann auch schon wieder verschwunden.

Meine nächste Aufgabe bestand in Sozialverhalten. Der Hund der Prüferin, welchen ich noch nicht kannte sollte meine Begegnung sein. Aber Leute !!!! Ein großer Stattlicher Rottweiler bringt mich noch lange nicht aus der Fassung.

 

Weder in die ängstliche noch in die da will ich unbedingt hin Fassung. Und so begrüßte ich den Fremden Vierbeiner mit einem freudigen Schwanzwedeln. Kurzes schnuppern und weiter ging es .

Dann kam noch ein fremder Mann auf uns zu welcher versuchen sollte mich an zu fassen. Mein Frauchen hat dies aber falschverstanden und dachte er strecke ihr so freundlich die Patschhand entgegen und so kam ich um einen Fummler rum und Frauchen lenke alles in eine andere Richtung. Grins

Meine nächste Prüfungsaufgabe bestannt in einem Wirtschaftsbesuch. Frauchen und ich kamen in einem Raum in dem  einige Leute saßen, laut redeten und im Hintergrund ein Radio lief. Zwischen einer engen Bestuhlung lotzte Frauchen mich durch und setzte sich zwischen die Gäste mit an den Tisch. Gläser klapperten und Menschen lachten. Ich setzte mich mal neben men Frauchen und wartete bis diese sich wieder entschied zu gehen. Nach einem kleinen Getränk, für Frauchen, ging es auch schon wieder nach draußen. Doch bevor ich wieder völlig im Freien stand mussten wir noch durch eine eng stehende Menschengruppe durch,  welche genau an der Ausgangstüre stand.

Meine nun auch letzte Prüfungsaufgabe bestand im geschlossenen Auto zu sitzen während ein fremder Mann im dieses herum lief und an die Fenster gedrückt hinen sah.

Leute ich interessier mich doch nicht für fremde Menschen die Frauchens  Auto  anschauen. Sich bei Frauchen informieren ob sie denn mit diesem Wagen zufrieden sei .  Um dann fest zu stellen, dass es sich lohnenwürde ihn  nach Polen mit zu nehmen.  Frauchen war nicht so entspannt wie ich. Grins

Mit dieser für mich so entspannten Vorstellung war meine Prüfung beendet.

Die Prüferin gratullierte Frauchen mit einem freudigen Handedrück zum bestandenen Hundeführerschein und Lena (meine hin  und wieder Trainerin) brachte mir ein Weckle mit roter Schleife als  Belohnung für meine bestandene Prüfung, denn MIR trückte die Prüferin nicht die Pfoten zur Gratullation.

Das Weckel war mir aber ehrlich gesagt auch lieber.

Zum Abschluss machte dann Conny meine Trainerin noch ein abschließendes Pfüfungsfoto von Frauchen und mir.

Danach hatte ich aber wirklich Sendepause und meine wohl verdiente Ruhe.

Frauchen sah sich noch zwei Prüflinge an und dann  machten wir uns erledigt aber glücklich wieder auf den nachhause Weg.

Wer jetzt aber glaubt ich sei nun mit der Hundeschule am Ende der hat die Rechnung nicht mit Frauchen, Tom und mir gemacht, denn wir haben schon wieder neue interessante Pläne.

Doch nun geh ich erst mal meine Pfoten im Kanal abkühlen.

 

   

 

 

Ich bin dann mal weg !

 

 

 

 

 

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