Es ist zwar schon ein Weilchen her aber,  „Leute,   war das ein tolles Pfingstwochenende.“
Frauchen hat uns beide zum Nasenworkshop bei Tom angemeldet. Also ich sollte suchen lernen und Frauchen sollte lernen wie sie dies mir bei bringt. Hi hi !
ICH sag da nur VIEL Spaß !! Grins
Trotz meines Desinteresses, welches ich nicht verheimlichte, war und ist mein Frauchen sehr  solz auf mich.
 
Aber alles mal ruhig der Reihe nach.
Angefangen hat alles am Samstagmorgen . Ich hab vielleicht dumm aus der Wäsche geschaut als wir nach dem Freitag Hundegruppe am Samstag schon wieder bei Tom auf den Hof fuhren.
Ich mein, ich treff mich ja immer mal wieder mit meiner alten Freundin Coco bei Tom um mit ihr so richtig frei toben zu dürfen. Doch Coco war weit und breit nicht zu sehen.
Komisch war auch, dass Frauchen mich nicht gleich aus dem Auto holte sondern in Toms großer  Garage parkte. DENN es wird jetzt wieder warm in den Autos und KEIN Hund muss und vor allem sollte  da in der Sonne oder im Schatten im Backofen sitzen. Also alle ab in die kühle Großgarage.
Leute BITTE denkt daran, abgestellte Autos AUCH IM SCHATTEN sind nach kurzer Zeit wie Backöfen. Erst letzte Woche wurde in Freiburg wieder ein junger Hund tot aus einem abgestellten PKW mit Polizei und Feuerwehr geholt. Der arme Kerl wollte vor der Hitze im Kofferraum fliehen und hat sich durch die angeleinte Leine beim klettern über den Rücksitz stranguliert. 
„ Bitte passt auf und Hunde  auf ! „
 
 
Also aber nu zurück zu meinem Kurs. Wir Hunde saßen also in der kühlen Garage und unsere Zweibeiner saßen im Sitzungszimmer  wo Tom erst mal erklärte was wir nun das ganze Wochenende so machen, warum und vor allem wie.
Es war sehr interessant die Zweibeiner erfuhren nicht nur warum Hunde zum suchen eingesetzt wurden und heute noch werden. In welchen Berufen wir Hunde tätig sind . Wie so eine Hundenase schnuppert und warum es auch für uns Hunde eine anstrengende Arbeit ist den Spuren zu folgen.
Wie richtige Fährtehunde arbeiten und in welchen Berufen.
Vom Minenhund bis zu den heutigen Trüfelhunden wurde alles erklärt und beantwortet.
Nach 1 ½ Stunden rauchten die Köpfe unserer besitzer und nun kamen endlich auch wir ins Spiel.
Unsere erste Fährte sollte im Wald beginnen da dort die Besten Bedingungen gegeben sind.
So wurden unsere Autos alle an den nahe gelegenen Waldrand geparkt. Dort war es schattig, kühl und ohne Ablenkung. (Dachte Tom und Frauchen. Lach ICH finde überall Ablenkung. Hi hi )
Unsere Hunde-Schlitten waren nun also alle am Wald geparkt und wer jetzt glaubt alle Hunde glauch aus dem Auto stürmen zu sehen hat sich gewaltig verguckt, denn erst mal demonstrierte Tom unseren Hundlern wie so eine Fährte gelegt wird.
Tom erklärte was er jetzt als erstes macht und Conny und Lena bastelten für jeden von uns ein Namensschild.
Welches nachher den Start unserer Fährten kenzeichnen sollte.
So verschwanden kurzer zeit drauf`s alle Zweibeiner im Wald
und liesen und Hunde im Auto sitzen.
Im Wald begann Tom die erste Schleppe zu legen. Schleppe weil Tom die Wurst an einer Schnur hinter sich her schleppt.
Logisch oder ?
 
Also der erste geeignette Platz wurde ausgesucht und das erste Namensschild wurde in den Boden gesteckt. Tom unser Trainer begann nun mit dem Wienerle an der Leine durch den Wald zu spazieren.
Das sah echt zum brüllen aus
   
und wir hätten gerne den verdutzen Blick eines Spazierängers gesehen wenn dieser Tom mit dem Würstchen spazieren gehen sieht. Lach
 
Aber so weit kam es leider nicht und so schleppte Tom das arme Wienerle durch den Wald.
Durch das Auftreten von Toms Füßen wird der Waldboden beschädigt, kleine Käfer zertretten, Schuppen und Haare vom Menschen abgeworfen. Da wir dies aber alles noch nicht wahrnehmen als Suchspur wird diese mit dem Geruch des nachziehenden Wurststück interessant gemacht und verstärkt.
Die erste Schleppe war nur um die 20 Meter für den Anfang völlig ausreichend. Immer wieder wurden auf dieser Strecke kleine Wursthappen abgelegt und am Ziel lag dann ein halbes Wienerle.
Danach alle 5 Spuren gelegt waren kamen unsere Menschen wieder ans Auto zurück.
Nun hieß es erst mal 10 Minuten warten. In diesen 10 Minuten entfalltet  sich der Geruch der Fährte zur Höchstform. Um so länger die Supr liegt um so schwächer ist der Geruch.
Nach 10 Minuten durfte dan Diego ein Malinois-Mix der Schnüffler unter den Schnüfflern.
 
Der Belgische Schäferhund ist oft beim Zoll und in der Rauschgiftsuche im Einsatz weil er eine super Nase hat und super schnell lernt.
 
Also Diego machte den Anfang und nun wurde es ruhig im Wald. Damit Diego nicht abgelengt wurde  durfte ab jetzt keiner mehr reden. Tom führte die erste Schnüffelnase an das Namensschild, bei dem der Boden kräftig platt getretten  und mit den Füßen über den Boden geschabt wurde. Dort bekam Diego den Ansatz zur Fährte gezeigt.
 
Man hatte der die Nase weit unten und so gleich zeigte Tom ohne Worte Diego das die Spur nach vorne verlief. Der Schnüffler setzte da auch gleich an und lief dem geruch hinter her. Diegeos Besitzer durfte nur eingreifen wenn Diego die Spur verlohr und zu lange nach der richtigen Richtung suchte. Ansonsten hatte er nur die Aufgabe die 5 Meter Leine locker hinter seinem Hund her zu tragen und diesem freien Lauf zu geben.
Ich kann nur sagen die erste Schnüffelnase hatte ihr Ziel nach kurzer Zeit erreicht und schmatzte sein halbes Wienerle mit voller Begeisterung. Die Zweibeiner waren überweltigt und Diegos Besitzer und Tom stolz wie Oskar.
Sehr beeindruckend war das ganze und so kam auch gleich der nächste Schnüffel Lehrling an die Reihe. Aber erst musste Diego ins Auto um sich seine verdiente Auszeit zu gönnen. Pausen sind das Wichtigste nach einer Fährtensuche da diese uns Hunde sehr anstrengt. Wir müssen uns hier hoch konzentrieren und alle Sinne einsetzten. 10 Minuten suchen und ca. 30 Minuten Pause.
Danach Diego seinen Wassernapf ausgeschlabbert hatte und im Auto verstaut war kam der nächste dran.
Clive (unser Elo mit eigenem Kopf )  
die alte Schnüffelnase hatte mal wieder alles andere  im Kopf. Aber im Wald riecht es ja auch so gut und zudem kommt Hund da ja auch nicht alle Tage hin. Doch ans Ziel kam auch er.
Bonnie (unsere Labradorhündin) entpuppte sich zur Such-rakete.
Erst trottete sie einfach nur so durch den Wald und als Tom ihr die Spur zeigte hatte sie ruck zuck das Futter in der Nase. Man ist dich abgesaußt. Wie eine Rakete und ihr Zweibeiner konnte nur noch hinterher saußen.
Dann kam ich an die Reihe und genau hier fing der Spaß erst richtig an.
Mein Frauchen macht wirklich viel mit mir und wir laufen immer auch verschiedene Wege doch der Wald gehört nicht unbedingt mit da zu. Ich mein wir haben auch einen kleinen Wald und dort war ich auch schon. Aber wer so schöne Reben vor der Haustüre hat schleicht doch nicht durchs Unterholz ?
Erst setzte ich meine Pfoten noch etwas unsicher auf den knackenden und raschelnden Waldboden doch bald wurde ich sicherer in meinen Tritten und das Rascheln und Knacken machte mir nichts mehr aus. So wurde auch ich zu meinem Namensschild geführt und Tom zeigte mir wo ich die Nase ansetzen sollte. DOCH ich hatte nur Tom im Auge. Leute echt ! Ich hab Tom heute noch gar nicht gesehen also freute ich mich doch erst mal ihn begrüßen zu können. Auch die anderen mir bekannten Hundler die immer ein Leckerchen in den Taschen haben wurden erst mal in Augenschein genommen. Doch ich sollte ja suchen und so wurde der zweite Versuch gestartet mich auf die Supr zu bringen. Mit der Hand weit am Boden bekam ich meine Aufgabe gezeigt
 
und ich schnüffelte auch gleich drauf los.
NUR ! Was riecht den da und dort so gut. Man Leute ist dies hier interessant. In alle Richtungen zog mich der Duft von Tieren, Wienerle und anderen Gerüchen.
 

 

Es war einfach super interessant hier. Konzentrieren auf nur die eine Spur konnte ich mich nicht. Einigemale bin ich völlig von der Spur ab gekommen und schlich einfach im Unterholz allem lecker riechenden nach. Frauchen und Tom brachten mich dann immer wieder in die richtige Richtung. Die Richtung hatte ich dann zum Schluss doch noch. Aber am Ziel bin ich vorbei geschnüffelt.
Also wirklich Leute ! Wer sucht schon ein halbes Wiener, wenn es hier nach so viel mehr Spaß riecht ?
Ein riesen Freudentanz wurde dann doch noch veranstaltet als ich meine Wurst am Baumstamm entdeckte. Man war dass lustig und ich freute mich riesig dass sich die Menschen so freuten.
Doch wundern muss ich mich da schon, wie sich zwei erwachsene Menschen soooo freuen können wenn ich ein Würstchen im Wald finde. Ts ss
Nach dem Finderlohn durfte auch ich zu meiner wasserschüssel ins Auto.
Das durch den Wald schnüffeln hat mich echt platt gemacht. 
Aber riesen Spaß hat`s gemacht .
 
Oskar, Toms Rottweiler Baby vom letzten Sommer machte schon Randale im Auto.
War auch gemein die Wienerlebox lag oben auf der Motorhaube und Oskar hatte den genauen Blick dort hin. Zudem wusste er warscheinlich schon was Sache ist.
Kaum war er los gelassen ging es auch schon auf zur Suche. Der riesen Kerl ist der geborene Leckerchenvernichter. Alles was fressbar ist wird geschluckt. So war auch ruck zuck die Spur zur Wurst gefunden. Lustig war, das Oskar immer noch mal zum Punkt an dem die kleinen Wurstsücke lagen zurück lief. Er musste sich vergewissern ob er auch wirklich kein Stückchen vergessen hatte.
Schnell war die erste Runde durch und alle hatten sich eine Pause verdient. Nun wurde erst mal getrunken und gevespert und über das erlebte Berichtet.
Und Oskar mitten drin.
Alle waren stolz und von den Trainern bekamen wir ein großes Lob.
Danach alle wieder bei Kräften waren ging es los zur zweiten Schleppelegen. Da diese nun schon länger wurden holte sich Tom Unterstützung von Clive `s Herrchen um die Spuren zu legen.
 
 Die anderen Hundler hatten noch Pause.
Da ich mich vom Wald zu sehr ablenken lies wollte Tom den Versuch starten, dass ich mein Frauchen suchen sollte und kein Würstchen. Oder besser gesagt mein Frauchen und das Würstchen.
Da mein Frauchen große Bedenken hatte dass ich auch sie nicht suchen werde hat sie sich vorläufig mal mit einem Buch und einem Wienerle,
 (Ts ss ! Was würde die auch anderes lesen. )
 
welches MEINE Belohnung sein sollte, ausgestattet. Zudem waren da ja auch noch die 10 Minuten zum Geruch entfallten.
So lief mein Frauchen mit Conny vor und legte ihre Spur. Hinter einem Baum hockend wartete sie nun die Zeit ab bis ich kommen würde.
Fotos hat sie da auch für euch gemacht.
  
Nach einer Weile holte mich dann Conny aus dem Auto und ich wollte erst nicht mit ihr gehen.
 
Ich mein, da kommt eine an euer Auto uns will euch einfach mit nehmen ! Nee, nee das geht mal gar nicht. Ich will mein Frauchen.
Das diese lieber im Wald rum hockt und liest wußte ich ja nicht.
Nach etlichen Überredungskünsten
entschloss ich mich doch mit meiner netten Trainerin mit zu gehen.
 
 Wir liefen duch den Wald und Conny zeigte mir eine Spur.
Doch ich hatte nur im Kopf zu schauen wo den mein Frauchen ist. Doch durch den Waldeingang kam sie nicht. Kaum hatte ich eine Spur in der Nase und Conny freute sich schon, machte sich weit oben auf einem Baum ein Vogel lauthals bemerkbar. Die Spur war schnell vergessen und ich musste erst mal schauen und zuhören was der gefiederte Kerl  zu berichten hatte. Ich schnüffelte mal da und mal dort und Conny brachte mich wieder in die richtige Spur.
 
Wurststücke hatte ich auf meinem Weg zu Frauchen auch gefunden. Aber interessiert haben sie mich nicht. He hallo ! Ich mein die liegen auf dem schmutzigen Waldboden. Es ist wirklich nicht mein Ding das Futter immer wie wild von Schmutzkrümel zu befreien. Meine Trainerin meinte nur das Essen ist schon tot ich bräuchte es nicht mehr tot schütteln. Na die hat gut reden, die muss ja auch nicht das Futter auf dem Waldboden fressen.
 
Auf einmal blieb ich wie erstarrt stehen. „ Hilfeee ! Conny da sitzt was ?“ Wie angewurzelt starrte ich in die Richtung. „Nee ? Kann dass sein ? „ Zaghaft und ganz angespannt wagte ich mich zwei Schritte vor um besser sehen zu können. „ Hä ? Frauuuuchen ???????? Conny schau mal da sitzt Frauchen !“
Man hab ich mich gefreut. Mit einem großen Satz bin ich zum Baum gerannt wo mein Frauchen mit dem Buch und dem Wienerle saß. Ich hab mich tierisch gefreut und Frauchen erst.
Griiiiins
Stolz wie Bolle gingen Frauchen und ich dann wieder zum Pause machen zum Auto zurück.
Und mein Frauchen hofft sie geht nie verlohren, denn dass ich sie funden oder eher suchen werde glaubt sie nach dieser Aktion nicht wirklich.
 
Danach wieder alle Hunde den zweiten Duchgang gemeistert hatten und alle Pausen erneut beendet wurden starteten wir noch eine dritte und so mit für heute auch die letzte Fährte..
 
In der dritten Runde durfte ich auch wieder Wurst schnüffeln. Diese Spur hatte nun auch mehr Kurven im Verlauf als die vohrigen. Damit die Hundeführer sahen wo die erste Kurve ist und wo das Ziel ist wurden weiße Schnippsel an die Äste gehängt. Nun hatte ich schon eher kapiert was die heute von mir wollten und ich schnüffelte drauf los.
 
 
Doch ich bin mir noch sehr unsicher mit meiner Nase und lasse mich noch ablenken von all den guten Gerüchen. Doch es war schon viel besser als bei dem ersten Wurstsuchen und Frauchenfinden. Doch auch hier wollte ich die Wurst am Ziel, welche wieder am Boden lag nicht fressen. Aber dies machte nichts denn Frauchen belohnte mich mit ihrem freuden geklattsche  und  gejuble mehr alls alle Wurst der Welt.
Denn Futter ist mir egal ich brauch Lob. Bin sehr unsicher in solchen Dingen und Frauchens Stolz hilft mir sehr da bei mich sicherer auf die „Arbeit“ ein zu lassen.
Nach 5 Stunden Fährte war unser erster Kurstag beendet und glücklich, stolz und völlig platt kamen wir zu hause an.
Ich bin fertig !
Aber schööööö wars !
Und so freuten wir uns schon auf morgen.
 
Der zweite Bericht unseres aufregenden Nasenworkshops folgt in Kürze.
Bis dahin viel Spaß eure Ampei.
 
               

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