Bevor ich es gleich vergesse vor lauter Fährtekurs, möchte ich euch noch was erzählen.

Seit Samstag den 07.07 bin ICH schon 3 Jahre bei meinem Frauchen.

Was ich in der Zeit alles erlebt, begriffen  und lieben gelernt habe brauch ich nicht noch mal zu erzählen, denn viele von euch begleiten mich und mein Frauchen schon seit der ersten Stunde. Mit Rat und Tips und vor allem auch den vielen Lobs für meine Seite und Geschichten hier. Welche natürlich wie Öl runter gehen. 

Ein gaaaanz, gaaanz liebes Dankeschön für all die die mir all die Jahre treu geblieben sind und auch ein Dankeschön und ein herzliches Willkommen an all die die gerade beginnen mit mir meine Geschichten zu erleben. Ich und mein Frauchen freuen uns schon sehr euch auch in den nächsten jahren noch viele Geschichten aus meinem Hundeleben berichten zu können.

Aber nun geht es endlich los mit meinem zweiten Tag als Schnüffel-Hund.

 So endlich hab ich mal Zeit um euch von meinem zweiten Tag bei Tom`s Nasenworkshop zu berichten.

 
Früh morgens ging es schon los. Wir trafen uns wie am Vortag alle bei Tom. Um dann von dort aus noch mal in den Wald zur Fährtensuche zu gehen. Da mich die Wienerle am Vortag nicht wirklich auf Schnüffelhochtour gebracht haben. Hatte Conny und Tom eine super Idee.
Ein WECKLE sollte heute meinen Riecher verzücken.
Die heutige Fährte war auch nicht mehr so einfach wie die gestrige. Heute war sie länger
 und ging mehr ins Unterholz. Auch die Beute wurde nur noch Stellenweise auf den Boden getupft und nicht mehr die komplette Fährte gezogen( Welche auch Schleppe genennt wird.) . Doch die kleinen Wegverzehrer die Tom immer mal wieder hat fallen lassen waren noch da.  Am Ende meiner Fährte lag dann ein leckeres Weckchen.
Ich kam mir vor wie in Hänsel und Gretel, welche die Brotkrümel im Wald auslegten um den Weg nach hause wieder zu finden.
Ich sollte nicht den Weg nach hause finden sondern das Ende des Brötchens.
Heute war mir schon etwas mehr klar was hier von mir verlangt wurde. Doch mein Interesse war deshalb nicht auf Hochtour als mir das Handzeichen zum suchen gegeben wurde.
Da ich aber mein Frauchen wieder so stolz sehen wollte wie gestern entschied ich mich doch kein Spaßverderber zu sein. Zudem fand ich dies hier im Unterholz auch viel interessanter als gestern.
So versuchte ich doch die von Tom gelegte Spur zu erschnüffeln. Leute ehrlich soooo schlecht schnüffelte ich ja gar nicht.
Erst etwas zaghaft und dann hatte ich die Fährte voll in der Nase. Man das roch so gut, dass ich sogar schnellen Schrittes durch Laub, Gehölze und am Gebüsch vorbei.
Naja am Ziel bin ich auch vorbei geschossen. Oder eher ich hab geschaut wo das halbe Brötchen liegt und mich dann da gegen entschieden. LEUTE !!!! DAS lag wieder auf dem schmützigen Waldboden.
Aber gefunden hatte ich es und nur dies zählte heute. Doch was für mich noch viel wichtiger war, war dass sich offensichtlich auch die Anderen Zweibeiner tierisch über meine gelungene Fährte freuten.
Nach der Freudeparty durfte ich dann wieder in meine Box ins Auto.
Bis auch der letzte Vierbeiner seine Fährte beendet hatte.
Nach der Suche im Wald ging es wieder mit den Autos in Toms kühle Garagen, denn es war schon 11 Uhr und so langsam wurde es wieder richtig warm.
Wir Hunde wurden erst mal wieder im kühlen Auto gelassen und unsere Menschen machten sich auf den Weg zum Hundeplatz. Vor dem Platz fand sich gerade eine Menschengruppe ein welche alle schon erprobte Hunde in Sachen Flächesuche hatten. So bekamen unsere Zweibeiner erst mal eine Vorführung in Sachen Flächensuche. Denn diese stand heute für uns auch auf dem Plan.
Tom erklährte erst wie eine Flächensuche aussehen kann und warum sie so wichtig ist.
Bei der Flächensuche ist die Nase oben (hohe Nase) , denn der suchende Hund nimmt die Spur über den Wind auf. Vorführen sollte der Rottweiler Aik uns wie er mit seinem Herrchen die Übung meistert. Aik wurde auf dem Platz abgesetzt ohne zu sehen welche Richtung und Weg sein Herrchen nahm. Doch damit Aik auch etwas zum suchen hatte bekam er erst eine Socke vor die Nase gehoben mit der er kurz spielen durfte. Dann nahm sein herrchen die Socke wieder schnell an sich und der Hund wurde in eine andere Richtung abgelegt. Nun hatte dieser erst mal Pause, während Aiks Herrchen mit der Socke über einen Grasstreifen heftig streifte und dann auf dem großen Platz eine Strecke ablief an der er bei jedem Richtungswechsel mit der Socke am Boden tuppfte. Irgendwo auf seinem Weg verlohr der Zweibeiner aber seine Socke und kam zu seinem Hund ohne wieder zurück. Der Rottweiler schnüffelte an den leeren Händen seines Menschen und bekam von diesem den Befehl zu suchen.
Tom,s Neulinge in Sachen Flächensuche bekamen große Auge, denn der Rottweiler fand in kürzester Zeit die Socke ohne Probleme. Und brachte diese mit wedelndem Schwanz seinem Herrn. Man haben die sich über eine EINZELNE, ALTE Socke gefreut. Ts ss
Als zweite war dann die Rhodesian Ridgebackhündin Patchola an der Reihe. Sie bekam einen Futterbeutel zur Suche. Welchen sie trotz vieler Richtungswechsel der Fährte mit einer Leichtigkeit auf Anhieb fand. Nur zu ihrem Frauchen bringen wollte sie diesen nicht. Pachola meinte sie könne erst mal eine Runde spielen. Doof ist nur, dass in dem Futterbeutel die belohnung drin ist. Welche durch einen Klettverschluss vorm Hund und dem rausfallen gesichert ist.
Nach diesen beiden Demonstationen der Flächensuche durften nun endlich wir auch ans Werk uns heran trauen.
Da auf dem Platz die geübten Schnüffler waren durften wir hinter den Turm auf Toms Hof  im Schatten üben.
Jeder von uns Anfängern bekam etwas anderes als Suchobjekt von Tom und Conny zugeteilt. Bonnie suchte sich ein rotes Halstuch aus. Welches sie im Gras suchen sollte. Und wieder wurde an einem Fleck das Gras herunter getretten und das zu suchende Objekt darauf gerieben. Dann lief Tom eine kleine Spur ab und immer wenn er einen Richtungswechsel vor nahm rief er „ Hu hu Bonnie !“ und wedelte mit dem Halstuch in ihre Richtung bevor er das Tich wieder mals am Boden rieb.  Ihr könnt euch vorstellen wie doof wir anderen unserem Trainer nach schauten. Ich mein Leute ! WAS macht der denn ?
Kurz bevor er dann das Halstuch im Gras flach ablegte rief er noch mal Bonnie. Um ihre ganze Aufmerksamkeit zu erlangen. Tom ging zu Bonnie zurück und wie es auch schon bei den beiden Vorführhunden Aik und Pachola gemacht wurde durfte auch Bonnie erst mal Toms leere Hände beschnuppern. Bevor sie das schon im Wald gezeigte „such“ Handzeichen bekam und kaum los gelassen von der Leine machte sich Bonnie mit einem Affenzahn mal wieder auf Toms Spur.
Man ist die schnell.
(Drei entzückende Hintern. Hi hi !)
So schnell konnte ich gar nicht aufpassen wie die kleine schwarze Schnüffel Bonnie ihr Tuch schon wieder im Maul hatte und freude wedelnd zu ihren jubelnden Zweibeiner zurückkehrte.
 
Ich brauch ja nicht auch noch erwähnen, dass der Malinoi Mix Diego seinen Gegenstand mit Leichtigkeit im Gras wieder fand.
Bis ich begreife was er da macht hat der schon alles wieder erledigt.
Als Dritte kam ich dann an die Reihe. Von Tom hatte ich einen flachen Futterbeutel ausgesucht. In dessen Innenteil hat Frauchen vor meinen Augen, wie gemein ist dass den ? Wurststückchen rein getan. Ich durfte da ein mal die Nase rein heben und mir ein Stückchen raus nehmen. Danach wurde der Beutel verschlossen. Das ist echt doof !
Während die anderen suchten hat Frauchen versucht mir den Beutel schmackhaft zu machen und hat ihn vor mir am Boden rum gefuchtelt.
Ihr könnt euch ja vorstellen das mir dies so ziemlich egal war.
Zum spielen hatte ich wirklich keine Lust und hunger hatte ich auch keinen.
Naja doch nun war die Zeit an der ich meine erste Flächensuche starten sollte.
Tom zeigte mir meinen ausgesuchten Beutel und ich durfte noch mal meine Nase rein stecken.
Doch erst galt mein Interesse mehr Diego als dem Beutel.
 Da wir ja im Wald nur einzel suchen durften und der Rest im Auto ruhte, habe ich Diego hier das erste mal gesehen.
Jupie ! Ein neuer Hund. Frauchen den kenn ich noch nicht ? Aber spielen war wohl jetzt mnicht angesagt und damit ich nicht zum schicken Diego oder gar weg lief musste meine Suche an der Leine durchgeführt werden. Und nicht wie alle anderen frei.
Tom wedelte wieder mit den verpackten Wurststücken vor mir rum und machte ein riesen Zirkus weil ER den Beutel hatte. Glaubt mir ab da hatte ICH den Tom und das Futter im Auge
und Tom trat seinen Weg mit rufen und winken des Beutels an.
  
Nach verstecken des Beutels kam Tom wieder zu mir zurück und ich durfte an seinen Händen schnüffeln. Erst stand ich nur da und hob meine Nase in die Luft, macht man doch so bei der Fläche !? Nur dass ICH nicht der Spur nach lief sondern einfach nur meine Nase in die Luft hob und stehen blieb. Doch nach Toms und Frauchens Sichtzeichen mich auf die Spur zu bringen fing ich halt mal an zu suchen.
 Erst ganz zag haft und ohne wenig Interesse die Wurst auch wieder zu finden, welche mein Trainer verlohren hatte. Machte ich mich dann doch nach einigem guten Zureden auf Spur des verschwundenen Beutels.
Ich kann nur sagen das Warten hatte sich gelohnt, denn auch ich fand mein Objekt wieder
 
und die Zweibeiner machten mal wieder einen Freudentanz dass ich dachte es regnet bestimmt gleich wenn die nicht aufhören.
Zum Schluss kam dann noch mein Wuschelfreund Clive an die Reihe.
 Clive liebt Stofftiere und damit er das verlohrene Tier nicht gleich findet weil es so groß ist. Hat er nur ein Bein von einem Stoffhuhn bekommen. Doch auch mein Freund Clive hatte erst mehr Interesse an Diego, denn DEN kannte er ja auch nicht
und Lust hatte er wohl auch keine zum suchen. Griiins
Doch nach etwas zögern fand auch er sein verlohrenes Hühnerbein und dann war erst mal Schmussestunde mit Tom angesagt.
 
Nach der ersten Flächensuche sollten wir dann alle Pause haben, denn nun war es auch schon wieder viel wärmer geworden und wir hatten alle Wassernäpfe der Sahara gleich gemacht. Da viel Clives Frauchen auf, dass sie beim vielen Fotos machen den Ersatzakku verlohren hatte. So bekam der Rottweiler Aik die Chance sein Können in Sachen Spurensuche zu zeigen. Die Hunde wurden alle wieder ins Auto verfrachtet und ich durfte noch mit Frauchen hinter dem Turm mit meinem Futterbeutel spielen, denn nun war ich völlig aufgedreht.
Während vor dem Turm der Akku gesucht wurde spielte ich ausgelassen hinter dem Turm mit meinem Futterbeutel.
 Welchen Frauchen immer wieder im Gras versteckte.
Doch die Hühner vom Hof
hatten auch mein Interesse geweckt. Hi hi
 
 
So ICH habe fertig ! Platt und aus.
 
Den Akku hat letzt endlich Spürnase Clivs Frauchen im Wald gefunden, denn diese konnte einschätzen wo sie ihn verlohren haben könnte und ging gezielt vor.
So endete unser zweiter Nasenworkshop Tag bei Tom nicht nur mit neuen Eindrücken sondern auch mit einem Erfolgserlebnis.
 
Den dritten und letzten Teil des Nasenworkshops berichte ich euch schon bald.
Alles Liebe eure Ampei
 
 
 
 

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