Freitagabend bin ich erst mal ganz vorsichtig auf den Hundeplatz gelaufen. Es war mir diesmal erst nicht so geheuer diesen zu betreten. Ich mein, man weiß ja nie ob nicht auch heute wieder so ein donnern wie beim letzten Samstag am Himmel wartet bis ich aus meinem sicheren Auto aussteige.
Doch kaum hatte ich Tom gesehen war meine Donner-Angst fast wie weg geblasen. Doof war nur, dass ich meinen Tom nicht gleich begrüßen durfte, weil dieser mit einem mir fremden Vierbeiner zusammen stand.
Naja egal ! Da Peter und Benny genau in meine Richtung liefen hab ich erst mal die Beiden mit meinem freudigen gebelle und gehopse begrüßt.
Es ist so süß wie der Peter sich über meine Begrüßung freut. Hi hi. Nur der Benny, welcher seine Männlichkeit gerade entdeckt hing mir wieder am A….
„Wie Frauchen,  dass sagt man nicht ?“
Naja okay dann hatte er einfach großes Interesse an meinem Hinterteil.
Klar ging es dann wie immer mit dem Platz ab schnüffeln los
und auch gleich mit Übungen.
„Sitz“
„Platz“
„Bleib“
Frauchen traut mir immer noch nicht zu, dass ich trotz der vielen Hundefreunde hier auch auf meinem Popo sitzen/liegen bleibe.
Nach vielen Übungen und endlich auch die Begrüßung mit meinem Tom bildeten wir wieder einen Kreis.
Ratet mal was wir in diesem machten.
Nee, nicht Flaschen drehen.
Sondern wieder Übungen. Puh !
Später stellten wir uns dann noch in einer Reihe auf und jeder musste im Slalom durch die anderen Hunde am Fuß  laufen. 
 Was nicht wirklich einfach war, denn Tom verlangte von uns, dass unsere Frauchen/Herrchen ihren Hund immer auf der Seite führen wo der ungefährlichere Artgenosse saß. Also ich sollte links laufen weil da Benny saß und nicht rechts wo Kim die Weimaranerhündin saß. Frauchen führte mich so an Kim durch, dass sie zwischen uns lief und so , falls ich zu Kim wollte (Was ICH natürlich nicht mache. Ich bin ja nicht Lebensmüde.) Mein Frauchen der Puffer wäre.  Man war der mulmig zu Mute.
Die Schwierigkeit lag darin, mich während dem laufen durch die Reihe von Seite zu Seite zu wechseln. Hi Hi ! Da hatte mein Frauchen wohl ein Problem. Lach Irgendwie bekam sie mich nicht so weit vor, dass sie mich hätte auf die andere Seite locken können.
Also mußte Tom noch mal her und zeigen wie dies gemacht wird.
Ich kann euch gar nicht sagen wie groß das Gelächter auf einmal auf dem Platz war. Lach
Tom meinte. „ Also schau her, so wird das gemacht.“
Der Trainer lockte mich mit einer Fleischwurst ins Fuß.
Ich….
Ich hatte nur Augen für mein Auto welches auf dem Parkplatz vor dem Gelände stand. (Ich musste doch wissen wo meine Hundebox ist, falls ein Donnern wieder los geht.)
Ich wollte nicht mit Tom mit und eigentlich wollte ich wieder nachhause.
Was ich gemacht habe ?
Ich hab mich einfach auf meinen Plüschpopo gesetzt und Tom meinen Rücken zu gedreht.
Ich hab ihn schlicht und einfach ignoriert. Griiins
Frauchen hat mich dann einfach durch die Übungen mit gezogen.
(Böses Frauchen!)
So  geschafft. Ich saß wieder bei meinen Freunden in der Reihe.
Tom lief die Übung mit Kim an der Leine durch unsere Reihe. Naja lief stimmt nicht ganz, denn Kim SOLLTE an mir vorbei laufen. Doch rann sie mit so einem Karacho in die Leine, dass die Hündin nur so durch die Luft schwebte. Tom hatte auf so eine Reaktion schon gewartet und so stand er fest auf seinen Trainerfüßen als Kim zum Angriff ansetzte. Man steht der Mann gut auf der Erde. Hei, jei, jei.
Zum Schluss war mal wieder toben angesagt. Erst mit Bonny, Cliff und Benny und dann,  wegen der zu vielen Männlichkeit in Benny und Cliff, nur Bonny und ich. Doch ehrlich gesagt hatte ich keine Lust zum herumspringen. Ich wollte in mein Auto und so war das spielen heute schnell beendet.
Da unsere Gruppe nun immer Freitagabend ist und wir auch die letzten sind die vom Platz gehen, hatten wir uns noch zu einer entspannten Frage- Antwortrunde zusammen gestellt.
Natürlich die Zweibeiner. Wir Hunde mussten in unseren Autos warten.
Heute kam das Gespräch auf über Sozialverhalten und Rudelverhalten. Was machen bei einer Beisserei ? Es war sehr interessant das unterschiedliche Kampfverhalten von Rüden und Hündinnen zu diskutieren. Tom meinte, dass Beste sei es jedoch solche Zusammentreffen zu vermeiden. Vor allem wenn es sich nicht um einen einzelnen Hund handelte sondern um zwei oder mehr. Denn hier tritt ein Rudelverhalten ein. Also nicht eine Beisserei unter zwei Hunden sondern meist gegen ein Rudel. Auch riet er von Beissereien zwischen unterschiedlich großen Hunden ab.
Ich mein,  ICH brauch solche Treffen eh nicht. Ich will einfach nur mit jedem Gut Freund sein.
 
Gut Freund bin ich so langsam auch mit meinem Herrchen.
Ich wedle ihn an und ich komme auch wenn er zur Pipirunde mich ruft.
Bei Frauchen wart ich immer bis sie mich holen kommt. Man ist die sauer. Ups.
Auch wenn er mich streichelt reagiere ich nicht mehr so panisch wie noch vor kurzem. Doch versuche ich hin und wieder immer noch weg zu kommen bevor er mir ein „sitz“ befehlt.
Mensch Leute !!!!!!!
Ich hab euch ja noch überhaupt nicht erzählt wie mein Herrchen mein Frauchen überraschte !
Ich hab euch doch von der beiden 17. Hochzeitstag erzählt ?
Genau an diesem hat mein Herrchen das Frauchen total überrascht.
Herrchen hat für Frauchen und sich Eintrittskarten zu einer Holger Schüler Vorstellung geschenkt.
Mensch war mein Frauchen platt.
Zu dem Hundetrainer aus Worms wollte mein Frauchen schon letztes Jahr. Doch keiner wollte mit ihr dahin gehen und Horas Herrchen und Frauchen hatten keine Zeit. Gell !?
Und nun hatte Frauchen die Möglichkeit sich das doch noch alles an zu sehen und dass MIT HERRCHEN !!!!
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie Glücklich mein Frauchen über das Geschenk ist.
Am Sonntag ist der Schüler in Freiburg und meine Zweibeiner bringen hoffentlich keine neuen Übungen, Ideen und Erziehungstipps von dort mit.
Man bin ich froh, dass ich keine Eintrittskarte von Herrchen bekommen habe. So als Anschauungsmaterial.
Mann hab ich Schein gehabt.
 
Hab ich euch eigentlich schon erzählt, dass ich nun immer den Sohnemann morgens wecken darf ?
Dass macht so einen Spaß.
Wenn Frauchen seine Zimmertür morgens auf macht , springe ich immer herein und stell mich erst mal mit einem wolfsheulen in die Zimmermitte. Um gleich an das Bett des Langschläfers zu laufen und zu versuchen durch sein Gesicht zu lecken. Irgendwie ist der aber immer gleich unter der Bettdecke verschwunden. Da ich aber nicht aufgebe versuche ich eine Hand zu erwischen oder einen Fuß der unter der Decke heraus schaut. Man ist dass ein Spaß und der Sohnemann kichert sich immer eines ab unter der Bettdecke. Irgendwann kommt er dann doch hervor und ich kann ihn richtig begrüßen.
Eure Ampei.
 
 
 
 

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