So Leute ! Ja da schaut ihr, was ? Ich erzähl euch heute schon mal wie es vorgestern in meiner Hundegruppe war.
Danach Frauchen aus dem Geschäft zuhause an kam sausten wir auch gleich los zu unserer Hundegruppe am Freitagabend.
 
Wir trafen mit den anderen ein  
und begannen so gleich zu erschnüffeln wer vor uns hier war.
Doch wo ist MEIN Tom ? Mein Trainer war nirgends zu sehen auf dem Platz.
Dafür rief mich aber Peter schon über den ganzen Platz.
„Ampei ! Meine Süße !“
Schnell war meine Befürchtung es könnte auch heute wieder hier donnern verschwunden und ich freute mich meinen Zweibeinigen Freund Peter mit wildem Schwanz gewedle begrüßen zu können.
Ach ist der lieb ! Hi Hi. Der freut sich genau so irre wie ich, wenn wir uns sehen und hat auch immer Würstchen für mich in der Tasche. Grins
 
Annette, die Geschäftspartnerin von Tom, rief uns fix alle zusammen und erklärte, dass Tom heute Urlaub hat und sie die Gruppe zusammen mit Conny heute führe. Bevor wir  aber alle,  auf die komplett aufgebauten Sportgeräte auf dem Platz,  los stürmten will sie uns noch darauf hinweisen auf was die  Hundler achten sollten um Verletzungen zu vermeiden. Vor allem möchte sie aber den Zweibeinern noch mit auf den Weg geben, dass sie nicht an den Leinen die Hunde auf die Geräte zerren sollten. Sondern die  Hunde von sich aus die Geräte testen und ausprobieren sollten. Nicht mit Druck. Denn hier durch macht man einiges kaputt.
 
„Tja da mit hab ich auch meine Erfahrungen gesammelt.“
 Erst mal vorsichtiges heran führen und ausprobieren.
Annette teilte die Hunde an die Geräte ein und erklärte noch schnell was gemacht wird. Danach sausten wir alle loooooooos !
Benny und ich durften erst mal diese komischen hohen Stäbe aus probieren. Nee, nicht in dem wir daran hoch kletterten. Auch nicht unsere Zweibeiner.
Sondern wir sollten versuchen im Slalom zwischen den Stäben durch zu laufen und Frauchen sollte nach jeder zweiten Stange mir eine Wurst geben. Freu.
Da Frauchen die Übung schon kannte und mir auch irgendwie noch so etwas im Gedächtnis war, klappte die Übung ohne Probleme.
Die einzigen Probleme die Frauchen hatte waren
1.       Das die Fleischwurst fast aufgebraucht war
danach ich die Stangenrunde 4 mal hinter mich gebracht hatte
        Und
2.       Das Frauchen, weil sie die Hände voll hatte mit Leine und Wurst, keine Hand mehr für den Foto hatte. (Wir könnten wirklich sehr gut einen Fotografen oder eine dritte Hand gebrauchen.) Grins
Da wir beides aber nicht hatten konnte Frauchen für euch nur ein Foto der Holzstangen machen und nicht von mir in Aktion.
Peter, Benny`s Herrchen war ganz verblüfft wie gut ich das konnte. Aber Benny machte die Übung auch super klasse.
Nach vier Durchgängen rief Annette zum Wechsel auf und so durften Benny und ich an den Baumstamm. Denn kenn ich doch ? Da bin ich letztens drüber gesprungen.
Heute sollten wir aber nicht nur drüber springen sondern vor allem darauf laufen.
Kann mir mal einer von euch sagen, wie ein Hund in meiner Größe auf so einem schmalen Holzbalken laufen soll ?
Also ich wusste es nicht und mein Frauchen wusste nicht wie sie es mir erklären sollte ohne an meiner Leine zu ziehen. Also hab ich einfach von der Seite die ganzen Leckerchen vom Baumstamm gefressen und nicht während dem darauf laufen.
Benny war da schon fixer. Sein Herrchen hat ein Wurststück über den Balken geworfen und Benny ist hinter dem Stück her gesprungen.
(Naja, oder in den Anföngen auch müsam darüber geklettert.)
Weil das Wurststück aber so ziemlich gleich auf der anderen Seite des Balkens zum liegen kam.
Kam auch Benny direkt hinter dem Balken zum stehen. Wir haben so gelacht, denn weil zwischen Balken und der Wurst nicht viel Platz war standen Bennys Hinterbeine in der Luft. Es sah zum piepen aus wie der Bernersennen mit den Vorderpfoten am Boden stand und die Hinterbeine angewinkelt in der Luft hob um diese dort zu drehen und neben dem Balken wieder zum stehen zu kommen .Wir haben so gelacht und Frauchen Versuchte natürlich wieder ein Foto zu machen.
Doch schon bald mussten wir wieder weiter zum nächsten Gerät wechseln.
 
Nach dem „Schwebe“balken kam dann der Reifen durch den Hund durch springen kann.
Kann ! Aber muss nicht.
Und so hab ich mir die Leckerchen vom Reifenrand oder von im Reifen geholt und bin ganz galant an der Seite durch gelaufen. Lach
Das „Klohäuschen“ wie Peter die Wand (zum verstecken“ nennt ließen alle heute aus. Ist ja auch doof so an der Leine. Ich mein wer will sich denn verstecken wenn er eine für blinde sichtbare Spur hinter sich her zieht.
So wechselten wir gleich weiter zum Steg. Leute ehrlich ich bin da erst mal sehr vorsichtig ran gegangen und hab mir erst mal das Ding von allen Seiten angeschaut, denn wohl war es mir in seiner Nähe nicht wirklich.
Frauchen hat mich einfach schnüffeln lassen und Benny war mit Peter im Hintergrund.
Mein  Frauchen hat dann mit der letzten verbleibenden Wurst noch eine Spur die Rampen hoch gelegt, voll zerstückelt hat die meine Wurst um mehr Spur legen zu können,  und ich war soooo todesmutig und bin mit kleinen vorsichtigen Schritten der Spur nach geschlichen. Oben auf dem breiten Balken
wollte ich dann schnell die andere Rampe wieder runter laufen.
Weil ich so mutig war durfte ich auch gleich noch mal die Übung machen. Nun traute ich mich aber nach den ersten wackligen Schritten doch schneller über den Steg zu laufen um für Benny den Platz zu räumen.
Der Bär ist natürlich gleich mit einem vollen Karacho die Rampe hoch gelaufen, über das Brett und schnell wieder auf der anderen Seite runter. Man kann der schnell sein. Normalerweise schlendert Benny immer in Zeitlupentempo über den Platz. Aber heute hatte er wohl irgendetwas im Futter gehabt.
Nach Benny kam noch mal ich an die Reihe und ihr werdet es nicht glauben. ICH bin genau wie Benny die Rampe hoch gesaust und oben auf dem Balken bin ich nicht gleich wieder runter gesaust.
NEIN !
ICH bin oben stehen geblieben. Stolz wie Harry war ich auf meine Leistung und so bin ich auf dem Balken gestanden, hab so schwungvoll hin und her gewedelt vor Freude, dass ich fast vom Balken gefallen wäre weil mein Popo so wackelte.
Man waren die Stolz auf mich. Mein Frauchen traute ihren Augen kaum und Peter war so glücklich über SEINE Süße, dass er zur Belohnung mit mir schmuste.
(Mit freundlicher Genehmigung von meinem Freund Peter.)
Als nun leider unsere Geräterunde beendet war durften wir uns alle in einen Kreis auf stellen.
Annette wollte dass wir in einem großen Bogen, weil sie die Hunde nicht kannte, außerhalb vom Kreis einer nach dem anderen durch lief.
Cliff sollte den Anfang machen und weil sein Herrchen nicht zu gehört hatte liefen sie im Slalom durch die Gruppe. J
Als zweite sollte die vorsichtige Huskyhündin die Übung machen. Doch auch deren Herrchen hatte nicht zu gehört und so lief die Hündin viel zu nah am ersten Hund durch. Die Howerwarthündin die dort saß sprang sofort auf und versuchte die vorbei laufende Hündin zu packen. Alle erschraken fürchterlich und die Huskyhündin versuchte aus zu weichen, jedoch durch den zweiten Angriff fiel die Besitzerin auf die Knie, die Howihündin setzte noch mals auf die jetzt ängstliche Huskyhündin an und versuchte erneut zu schnappen. Doch hier hatte sie die Rechnung nicht mit Annette und Conny gemacht, den genau diese beiden rasten mit einem Affenzahn zu den beiden hin. Annette nahm den verunsicherten Husky aus der Schusslinie und Conny stürzte sich auf die losgerissene Leine der Angreiferin.
Es war zum Glück außer einem großen Schreck nichts geschehen und wir machten die Übung mit GROßEM  Abstand weiter. Doch die nordische Fellnase war völlig verunsichert und hatte nun keine Lust mehr am Unterricht teil zu nehmen.
Danach wir alle die Übungen gemacht hatten sollten wir Hunde im „Bleib“ liegen bleiben und die Herrchen mussten zu Annette in den Kreis gehen.
JA! Ich bin auch liegen geblieben
und dies ganz ohne heben.
Übung war es an mir durch zu laufen nach außen des Kreises und von dort sollte Frauchen mich zu sich rufen.
Sollte ! Hi hi.
Klar hatte ich erst auch keine Lust auf zu stehen und hab meinem Frauchen den Plüschpopo hin gedreht. Doch nach einigen Sekunden fasste ich mir dann doch ein Hundeherz und bin zu Frauchen gelaufen.
Es ist soooo  süß wie die sich freut, wenn ich auf ihr rufen komme. Grins
Nach den vielen Übungen durften wir dann wieder in ausgewählten Gruppen mit einander spielen.
Tja spielen ist hier wohl das falsche Wort für.
Die beiden Jungs Benny und Cliff hatten nämlich KEIN Spielen im Sinn.
Männer !
Ich hab mich dann aber ganz schnell abgeseilt danach mich Conny vom Cliff befreit hatte und so hatten die beiden Jungs es schnell auf Bonny abgesehen.
Die arme kleine Labimaus jagten die gierigen Jungs über den ganzen Platz so dass das „Spielen“ schnell wieder von den Trainerinnen abgebrochen wurde.
Schnell war auch die heutige Stunde wieder vorbei.
Kaum waren wir Vierbeiner alle in den Autos kam Tom angefahren und meinte „ Leute kommt mal ich zeig euch was“.
Und mit diesen Worten öffnete er die Autotüre seines Mercedes und holte eine ….
Na was ist das  denn ???
Aaaaaaaa!
Ein Hundebaby !
Man waren die Zweibeiner hin und weg von dem Zwerg. Tom erzählte uns, dies sei Oskar. Oskar weil er genau so frech sei wie Oskar. Auf die Frage hin woher Tom denn  den kleinen Rottweiler jetzt schon wieder habe und wie alt er ist erzählte Tom uns eine traurige aber leider nicht seltene Geschichte. Oskar ist geschätzte 4-5 Wochen alt. Er kommt aus Rumänien von einem Vermehrer welche die Hunde für einen Schleuderpreis verkaufen. Mit 4-5 Wochen hatte Oskar schon den vierten Besitzer hinter sich welches bedeutet, dass er mit 3-4 Wochen von der Mutter weg kam. Welches leider vier Wochen zu früh ist. Ein Welpe wird im besten Fall zwischen 8-12 Wochen von der Mutter abgenabelt. Oskar hatte vieles von seiner Mutter nicht lernen können weil die Hunde für die „Züchter“ mit jeder Woche zu teuer werden. Aufbaufutter für die Mutter welche meist schnell wieder gedeckt wird um neuen Nachwuchs und so mit Geld zu beschaffen. (Es ist auch keine Seltenheit, dass diese Zuchthündinnen mit Hormonen gespritzt werden um 2-3 mal im Jahr zu werfen.
Fakt ist leider, dass einige dieser Welpen keine Chance haben die Heimreise zu überleben. Etliche ihr Lebenlang Probleme haben weil sie keine Nestwärme erhalten haben keine Prägung durch Vorbilder/Eltern und vieles mehr was für die Kinderstube so wichtig wäre.
Leute falls ihr in Urlaub geht kauft keinen Hund aus Mitleid von solchen "Wühltischen und "Züchtern", denn nur durch Mitleidskäufe kann dieser Markt leben. Keine Nachfrage keine Welpen ! Lest hier zu meinen Bericht in Wissenswertes Welpen aus dem Papcarton oder Urlaubsmitbringsel.
Oskar wurde (vermutlich) aus Mitleid von diesem „Züchter“ gekauft und nach Deutschland gebracht. Zuhause angekommen stellte der neue Hundebesitzer dann fest, dass er mit einem Hundebaby nichts anfangen kann und so wurde Oskar zu seinem dritten Besitzer weiter gereicht. Nun sollte es eine Hundeerfahrene Familie sein die es gut meinte mit dem kleinen, noch sehr wackligen keinen Welpen. Doch leider kam der Ersthund ein älterer Genosse mit so einem kleinen aufdringlichen und Nastwärme suchenden Welpen nicht zu recht und so wurde Oskar im Tierheim vorgestellt.
Welpen werden im Tierheim oft nicht angeboten um den Zwergen vieles zu ersparen. Da Tom kein unbekannter im Tierschutz ist lag es nahe diesen zu kontaktieren ob er nicht einen Entplatz für den Dreikäsehoch wüsste.
So kam Oskar endlich auch mal zu ein bisschen Glück im Leben, denn bei Tom zuhause hat der Zwerg genügend Vorbilder und Nestwärme. Den hier leben schon drei Rottweilermädels und ein Kangalrüde. Bubi der Kangal liebt den kleinen Zwerg auf wackligen Füßen heiß und innig und auch die Mädels bieten genug Fürsorge und Kuscheleinheiten  für Oskar.
Glück gehabt kleiner Mann.
Wir wünschen dir alles, alles Gute !
Tja so war es ein trauriger und doch wunderschöner Abschluss an diesem Trainingsabend.
Oskar lag auf dem Hof und untersuchte Kieselsteine und die Erwachsenen standen wir Kinder um den kleinen Hund rum und bestaunten ihn von allen Seiten.
Was doch so ein Zwerg auf vier Beinen alles auslösen kann bei so alten Eseln. Grins
Als Frauchen Toms Gast erwähnte meinte Herrchen nur „Der BLEIBT bei Tom !“
Frauchen meinte nur „ Ja, ja ! Ist ja auch kein Akita.“
Ihre letzten Worte waren dann noch „ Ich hatte noch nie einen Welpen.“
Bin ich froh, dass Tom KEINEN Akitawelpen mit gebracht hat, denn sonst hätten wir glaub ich ein riesen Problem.
Aber Frauchen hat ja mich und glaubt mir ich hab noch so einiges im Gepäck, dass es Frauchen nicht langweilig wird.
Freut euch auf meine weiteren Berichte.
Eure Ampei
 
 
 

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