So Leute nu geht es weiter mit den Erzählungen meines ersten Sommerurlaubes.
Wir waren in Friedrichstadt und ICH mittendrin. Erst bin ich noch mit hängender Rute und in den Knien laufend mit Herrchen durch die Menschen gegangen. Doch nach und nach bin ich an Herrchens Seite sicherer geworden. So sicher, dass ich sogar versucht habe den vorbei laufenden Menschen an den Händen zu riechen. Andere Hunde hab ich dort auch gesehen. Aber die liefen alle aufrecht und sogar mit wedelndem Schwanz durch die Stadt.
Es war mal wieder sehr aufregend und ich habe viel gesehen.
Weil meine Menschen noch etwas zum essen brauchten durfte ich im Auto in meiner Box warten. Mensch Leute war ich platt. So platt dass ich schlief als meine Menschen nach kurzer Zeit wieder da waren.
Nun war es dran mich auch an die fremde Umgebung der Ferienwohnung zu gewöhnen und so passierte es immer öfter, dass Frauchen und Herrchen für einen kurzen Kaffee sich in den Hof auf die Terrasse setzten  
 
und mich alleine ließen.
Ich war meist ja so platt vom Tagesprogramm, dass ich noch nicht mal Zeit gehabt hätte mir irgendwas doofes aus zu denken. Denn bevor ich richtig mit dem Streiche überlegen fertig war schlief ich meist schon auf meiner Decke ein.
Was meinen Rudel“eltern“ die Möglichkeit bot  mit Freuchens Freundin einen trinken zu gehen. Die Kinder hatten nette Leute auf dem Hof gefunden die dort auch Ferien machten. Und so war ich ganz allein zu haus.
 
 
Leute !
Ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen was ICH gemacht habe !
 
Nix hab ich gemacht. Als die nach 2 Stunden wieder zurück kamen lag ich immer noch friedlich auf meinem Platz und kaute meinen Knochen.
Ja aber mein Urlaub war ja auch nicht nur Spaß und Freude.
Neeeeee!!!
Trainieren musste ich ! Pha und dass im Urlaub.
Aber nu hatte Herrchen Zeit und musste nicht arbeiten und da ich im Urlaub auch schlagartig ganz anders war, war dies die Gelegenheit um das Problem „Herrchen“ zu entschärfen. 
Frauchen hielt sich immer noch im Hintergrund und Herrchen und ich mussten arbeiten.
Erst war ich noch recht zaghaft und auf Abstand. Aber der hatte die Leberwurstdose dabei und da konnte selbst ich nicht wiederstehen.
So wurde mein „hier“
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mit Herrchen von Tag zu Tag besser. „Sitz“
 
 
und „Platz“ funktionierte auch ohne Leberwurst sehr gut.
Doch das Toben mit Ihm auf der Wiese fand ich noch viel besser.
  
 
Und das kraulen hinterher hab ich doch genossen.
 
Und so ging es nicht lange und ich lag an Herrchens Bett. Dort wachte ich jeden morgen auf eine kleine Bewegung damit ich endlich bellend sein Gesicht, Hand oder den Fuß schlecken konnte. Man ist der hochgesprungen wegen meiner feuchten Zunge. Dann sind wir erst mal BEIDE durch die FeWo getobt und haben gespielt. Das war lustig und Frauchen verstand die Welt nicht mehr.
Ich glaub mein Herrchen ist richtig dufte !
Und soll ich euch etwas erzählen ?
Hi Hi ! Herrchen hat jeden morgen beim Bäcker-bringdienst ein Brötchen für mich mitbestellt. IST DEEEER NICHT LIIIIIEB !?
Ich kann mich richtig in der FeWo bewegen und zieh mich nicht in Keller zurück wenn ich Herrchen höre oder gar sehe.
Okay, okay !
Es gibt da auch keinen Keller. Noch nicht mal ein Zimmer in welches ich mich verstecken könnte wenn ich wollte.
Wo ich mich noch gerne versteckte war wenn wir uns auf der Terrasse mit den anderen Feriengästen abendlich im Hof trafen. He Leute ! Ich mein ich kannte ja keinen von denen „Holzauge sei wachsam!“ und glaubt mir ich war wachsam. Immer wenn einer in meine Richtung kam versuchte ich in eine Ecke zu verschwinden. Doch keiner versuchte mich an zu fassen. Sie redeten mit mir. Aber ließen mir Zeit mich alleine zu trauen an ihnen zu schnuppern. Und so konnte ich bald entspannter in der Runde mit dabei liegen ohne Angst zu haben.
 Wir sind sogar alle zusammen am Spieker
 
 
 spazieren gelaufen.
Man hast du hier eine tolle Aussicht und laufen so weit das Auge reicht.
  
Die Scharfe waren hier hinterm Zaun
 
 
 und ich konnte nach Herzenslust alles ohne scharrende Wollviecher anschauen. Irgendwie liefen dort auch meine Zweibeiner wesentlich entspannter und nicht immer mit dem Blick nach hinten und zur Seite.
Weil es so entspannend für alle war
 
 
musste ICH auch dort üben.
Immer den Blick auf mein schnalzendes Herrchen
 
 
 
Obwohl ich eher Augen für die Möven hatte die dort am Wasser hin und her flogen.
Man die doofen spitzen Steine
 
Wie komm ich denn da runter ?
 
Herrchen darf ich die fangen ?
 
Am Kathingerwatt waren wir auch laufen. Es war toll wir parkten in einem kleinen Waldparkplatz und liefen dann einen mit 3,5 km ausgezeichneten WaldRUNDweg. Ich sah Kletterstangen
 (Nein geklettert bin ich da nicht.)
 
 und Frösche. Hütten auf dem Wasser
 (und Bretter auf die ich mich nicht traute. Oder war das Frauchen die nicht drüber wollte?)
und Enten. Es war toll durch den Wald zu laufen
 
den ich noch nicht kannte. Frauchen und Herrchen fanden dies aber nach einer Weile nicht mehr so toll und so versuchte Frauchen von einem Hochsitz
 (Ich hätte ja auch mal gerne geschaut. Aber wie komm ICH da hoch ?)
 
 
aus zu durchschauen wo wir denn gelandet sind.
 von hier kamen wir.
und dort am Wald vermuteten meine Zweibeiner ihr Auto.
Irgendwie vermuteten meine Menschen aber ihr abgestelltes Auto nicht dort wo der RUNDweg uns hinführte sondern genau in der anderen Richtung. Doch zurücklaufen wollten sie den ganzen Weg nicht mehr und so blieb ihnen nichts anderes übrig als einfach weiter zu laufen wo das Rundwegzeichen sie hinführte.
Nach einer ganzen Weile kamen wir dann endlich an einem Parkplatz an.
Doch es war nicht UNSER Parkplatz.
Irgendwie haben meine Leute wohl eine Abzweigung der Schilder übersehen. Es waren zwar alle gelb. Nur einer der gelben Pfeile führte nicht in die richtige Richtung. Hi hi !
So kam ich zu einem laaaangen Spaziergang und meine Leute fast zu platten Füßen, denn wir mußten noch ein langes Stück an der Straße entlang laufen
 
bis wir endlich glücklich und alle drei völlig erledigt unser Auto wieder fanden. Leute so fertig war ich noch nie. Aber meine Menschen hab ich so fertig auch noch nicht gesehen. Grins
 
Man haben die mich fertig gemacht !
 
 
 
 

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