Heute morgen erwartete uns erst mal eine große Überraschung. Ampei muß wohl heute Nacht ihrem Stress freien Lauf gegeben haben. Denn das Resultat fanden wir im Esszimmer vor. Klar war Küche und Wohnzimmer putzen auch angesagt, denn unsere Fellnase hatte im ganzen Stock ihre Fußspuren in braun hinterlassen. Ampei war völlig durch den Wind. Ob sie über ihr getanes erschrocken war oder darüber dass wir rein kammen Ich weiß es nicht. Fakt war dass sie völlig aus dem häuschen war und noch mehr verstört als gestern.

Ich nahm Ampei gleich mit in den Garten falls noch mehr "Stress" im Hund sich den Weg nach aussen bahnte. Mein Mann (der Arme) machte derweilen Großputz und ich saß im Garten fest mal wieder unter einem Busch.

Da saßen wir zwei Mädels dann so mal wieder eine ganze Weile bis ein Nachbar, den Ampei schon am Tag davor kennen gelernt hatte mit seinem Weimaraner vorbei lief. Vielleicht könnte es ja klappen, dass unsere Wollnase nicht ganz so viel Angst hatte und sich beruhigen würde wenn ein Hund ihr zeigen würde wie dies geht. Finn wird im Oktober drei und ist ein sehr aufgeschlossener Rüde. Da er kastriert ist reagierte er auch nicht auf Ampeis Läufigkeit. Es war erschreckend. Ampei traute sich noch nicht mal aufzustehen und den neuen Vierbeiner zu beschnuppern. Erst als Finn neben ihr abgelegt wurde bekam Ampei einen 2 Meter Hals um doch mal eine Nase voll Finn zu nehmen. Aber nur nicht näherrutschen.

Nach vorführen wie man Leckerchen frießt versuchte Ampei nach guten zureden und etlicher Beispiele von Finns Seite (der schrecklich verfressen ist) irgend wie die Stücke in das Maul zu bekommen. Was wirklich nicht einfach war da sie ja nur mit minni Maulöffnung schleckt. Aber es klappte und so hat sie zumindest mal 2 Futterstücke im Bauch. Aber mehr war auch nicht machbar. Rumlaufen traute sich sich noch nicht mal mit Vierbeiniger Unterstützung.

So saßen wir morgends um 6.30 Uhr mit einer Tasse Kaffee und den Schlaf noch in den Augen im Garten. Und die Prinzesin wurde auf Händen wieder ins Haus getragen und in ihren Korb gesetzt. Wo sie dann auch liegen blieb. Bis zur nächsten Gartenrunde.

Jetzt hatten wir nur ein neues Problem.  Durch die am Geschirr zieherei Ampei wieder ins Haus zu bekommen Begann sie nun jedesmal wenn mein Mann in Sichtweite war völlige panisch zu reagieren.  Sie versuchte zu flüchten. Also war dies wohl der falsche Weg gewesen Ampei wieder rein zu bekommen. Da mußten wir anderst vorgehen und wieder versuchen, dass sie die Panik vor meinem Mann verlohr.

Ich hab mich in einer Hundeschule erkundigt wie wir vorgehen sollten um Ampei ohne großen Stress und Kraftaufwand wieder ins Haus zu bekommen. Empfohlen wurde uns sie mit Leber in Olivenöl, Hähnchen, Lachs, Wurst oder Käse zu locken. Was Ampei aber alles nicht sonderlich beeindruckte. Naja oder vielleicht doch die Leber ? Wenn sie auf eines dieser Lockmittel reagiert sollten wir versuchen sie in kleinen Abständen zu locken und somit in die Reichweite der Terrassentür zu kommen. Falls nicht, denn so ein ängstlicher Hund noch dazu ein störrischer Akita haben sehr viel Willenskraft NICHT zu tun was wir Menschen wollen. Sollten wir sie am Geschirr fassen und mit kleinen Schritten sie dazu zu zwingen mit laufen zu müßen. Dies bekam selbst ich ohne Schwarzenegger hin. Den Tipp Ampei nicht in den ganzen Garten laufen zulassen sondern nur mal 2- 3 Meter setzten wir gleich um. Wer jetzt denkt super alles easy. Der kennt den Akita nicht.

Erstmal war sie völlig verdattert dass sie NICHT bis zu den Büschen runter durfte. Auch das von links nach rechts und um die Gartenmöbel rum brachte nicht den erhoften Weg zu den Büschen für Ampei. Aber das reinbringen war wirklich einfacher. Die gebratenen Leckerchen beachtete sie garnicht. Aber so hatte ich sie besser im Griff und hab sie immer mal wieder ein Stückchen mehr zu mir her locken können.

Auch bewegt sich Ampei heute schon etwas im Haus. Zwar noch immer mit sehr viel Vorsicht und in den Knien. Aber sie versucht zu erkunden. Auch nach etlichen Putzaktionen heute, beunruhigt sie der Wischmopp nur noch leicht.

 

 

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