Die erste Nacht verlief ohne Probleme. Die noch ängstliche Fellnase hat sich hinter einem großen Einblatt verkrochen.

Ihr seht mich nicht.

 

Und dort lag sie wohl fast die ganze Nacht. Fast die ganze Nacht  !  Denn wir haben sie zwei mal durch die Räume schleichen gehört. Ihre nächtliche Tour konnten wir am Morgen nachverfolgen, denn das Mädchen ist über Nacht läufig geworden.

Ansonsten verlief die Nacht sehr ruhig. Klar so erschlagen wie sie auch war. Kein Wunder. Rein gegemacht hat sie auch nicht. Was uns sehr gewundert hat nach all dem Stress. 

 Anfassen läßt sich Ampei ohne große Probleme. Sie schnauft zwar immer noch sehr heftig was auf eine Stresssituation hinweißen läßt. Aber sie läßt alles über sich ergehen. Auch der Blick ist dabei sehr wach und wir werden in allen Bewegungen beobachtet. Die süße Maus hat bis jetzt noch nicht einmal versucht nach uns zu schnappen. Weder und große noch nach eines der Kinder.

Die Spaziergänge (Falls man diese schon so nennen kann) gestallten sich noch etwas schwierig. Ampei hat zur Sicherheit ein Halsband und ein Geschirr um. Was beides mit einer Doppelleine (oder einem Welpenhalsband) verbunden ist. In Garten muß man die Dame noch ziehen oder tragen. Doch habe ich da so meine Probleme da ich ein Frauchen bin und kein Arnold Schwarzeneger. Bei meinem Mann sieht dies von der Kraft her schon etwas anderst aus. Also ist erst mal ziehen angesagt, denn laufen will sie partu nicht und ist auch durch nichts zu animieren. So zieht sich die Zeit bis wir wieder einigermassen den Eingang erreicht haben ins Ewige. Denn wir ziehen immer nur ein kleines Stückchen und dann wird wieder gelobt.

Alle 2 - 3 Stunden tretten wir den Gang in den Garten und somit in Ampeis neue Welt ein. Das Gras war erste sehr ungewohnt und schnell wurde in die hinterste Ecke sich verkrochen. Nach längerer Zeit hat sie aber dann doch versucht das Grün mal näher unter die Nase zu ehmen. Zumindest bis zum anderen Ende des Zaunes um dann gleich unter der Kiwi zu verschwinden.

 

Tja so verging die Zeit und schnell wurde mal aus einer kleinen "Pippi" runde 2 1/2 Stunden frische Luft.

Beim reintragen hab ich mir dann fast einen Bruch geholt. Mit dem Auge betrachtet hat Ampei bestimmt nicht mal 30 Kilo. Auf den Armen gehalten wiegt sie bestimmt um die 100. 

Es ist faszinierend und doch erschreckend zu gleich mit an zu sehen wie ALLES, absolut alles neu für diesen Hund ist. Der Wind im Nussbaum wurde auch erst mal erschrocken und kritisch wargenommen. Später hat sie es geniessen können sich den Wind um die Schnauze streifen zu lassen und durchs Fell pusten. 

 Auch die Geräusche von Rolläden, geschobenen Mülleimern, Menschen die im Kies laufen, anfahrende Autos, Menschen im Nachbargarten und selbst zwitschernde Vögel haben sie erst sehr verunsichert. Aber nach Geduld und immer wieder zeigen Frauchen ist da und alles ist gut. Klappte dies nach 2 1/2 Stunden schon recht gut. 

 

Nur das Reingehen war ein noch größerer Kampf. Das Fellknäul bockte was ging und wollte immer wieder unter die Büsche. Da es aber jetzt schon kräftig anfing zu regnen MUßTEN wir rein. Also hat mein Mann sie am Geschirr reingezogen. Da stand sie nun nur in den Knieen laufend vor lauter Angst.

Gefressen hat sie auch heute nichts. Komisch ist auch, dass sie alles angebotene (wenn wir es lang genug anbieten) nur schleckt. Das Maul nur so weit offen dass die Zunge mal gerade so durch paßt. Uns stellt sich die Frage, ob sie garnicht weis was Zähne normal mit Wurststücken oder Trockenfutter machen sollen ?

Aber zu unserer Beruhigung schon 3 halbe Wassernäpfe geschlabbert.

Der erste Tag war ansträngend aber....

 

dennnoch schön.

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